Kulinarisches

Tee: Vorsicht vor Schadstoffbelastung

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Tee soll nach Meinung von Teeliebhabern nicht nur gut schmecken und entspannen, er soll auch der Gesundheit dienlich sein. Letzteres Kriterium erfüllt allerdings längst nicht jeder Tee, da nach aktuellen Erkenntnissen der Stiftung Warentest gerade viele Kräutertees mit Schadstoffen belastet sind. In vielen Fällen geht es um Pflanzengifte, sogar in Baby-Biotee wurde bereits Pflanzengift gefunden. Der Schwarze Tee gehört ebenfalls zu den besonders oft betroffenen Teesorten.

Tee Vorsicht vor Schadstoffbelastung
Tee Vorsicht vor Schadstoffbelastung

Das sind die meist getrunkenen Teesorten in Deutschland

Pfefferminz, Kamille und Fenchel sind die Klassiker und Lieblinge der Deutschen, dazu kommen noch einige Mischungen. Insgesamt hat die Stiftung Warentest 64 Tees unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Fast alle Pfefferminz- und Fencheltees waren ohne Befund. Kräutermischungen und Kamillentee waren sehr häufig mit Schadstoffen belastet.

Woher kommen die Schadstoffe im Tee?

Das Problem sind Wildkräuter auf den Teefeldern. Einige von diesen Wildkräutern (unter anderem Greiskraut und Jakobskreuzkraut) enthalten Pyrrolizidinalkaloide, kurz PA. Durch die maschinelle Ernte der Teepflanzen gelangen die Wildkräuter dann schließlich mit in den späteren Tee.

Welche Wirkung können die Schadstoffe haben?

Die PA sind natürliche Gifte der Pflanze, mit denen sie Fraßfeinde abhalten wollen. Wird PA nun von Erwachsenen und Kindern regelmäßig und über einen längeren Zeitraum aufgenommen, dann kann dies zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Es besteht zwar kein akutes Gesundheitsrisiko, jedoch kann die Leber beeinträchtigt werden.

-Daniel Deppe-

Die Magie der Wildpflanzen

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Es hat Zeiten gegeben, in denen umfassendes Wildpflanzenwissen mit unheiligem Hexenwissen gleichgesetzt und dementsprechend verteufelt wurde. So manche heilkundige Kräuterfrau hat in diesen dunklen Tagen ihre naturbezogene Sachkunde mit Leib und Leben bezahlen müssen. Zum Glück gehören diese geistig unaufgeklärten und dogmatisch düsteren Epochen längst der Vergangenheit an. Heute gereicht es allen Freunden und Kennern heimischer Wildpflanzen zur Ehre, ihr grünes Thema sowohl in belesener Breite als auch in fachlicher Tiefe eloquent zu beherrschen. Deshalb sind, neben geführten Wildpflanzenwanderungen und gastronomisch perfektionierten Wildpflanzen-Spezialitäten, auch wieder Fragen und Antworten zur den magischen und pharmakologischen Wirkungen von Wildpflanzen erlaubt. Und dazu gibt es wirklich jede Menge handfestes Wissen. Wenn Sie sich dazu erste Einblicke verschaffen möchten, können die nachfolgenden beiden Links sicher hilfreich für Sie sein:

Von der Magie der Wildkräuter – Wanderung der Nabu-Gruppe Dieburg mit Botanikerin stößt auf großes Interesse

55 Wildpflanzen im Portrait (Hrsg.: Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW)

Die Magie der Wildpflanzen

Heilkräftige Wildpflanzen

verdanken ihre positiven Effekte keinem mystisch klabystischen Hokuspokus, sondern wissenschaftlich nachweisbaren Inhaltsstoffen mit gut dokumentierten medizinischen Wirkmechanismen. Da hat es nichts mit Magie und schon gar nichts mit Zauberei zu tun, wenn Salben, Auszüge, Teezubereitungen oder Presslinge aus Wildpflanzen lindernd und wohltuend gegen das eine oder andere Zipperlein helfen. Sogar das Räuchern mit Wildpflanzen hat eine echte Wirkung, da die dabei erhitzten und in die Luft abgegebenen natürlichen ätherischen Öle antibakteriell und mithin reinigend sowie desinfizierend wirken. Auf dem Hintergrund dieser fast schon banalen Erkenntnisse stellen sich die vermeintlichen Zauberkünste kräuterkundiger Frauen als absolut natürliche praktische Anwendungen aus dem prall gefüllten Apothekerschrank der Natur da. Nichts, worüber man sich als aufgeklärter Mensch wundern müsste. Staunen über die salutogene Vielfalt der Natur ist dabei natürlich trotzdem immer erlaubt. Als ausgewähltes Beispiel möge hierzu an die vielfältige Heilkraft natürlicher Bitterstoffe in Wildpflanzen erinnert werden, die hier im Wildpflanzenblog bereits ausgiebig thematisiert wurden.

Kräuterkraft für ein erfolgreiches Leben

Natürlich steht es spirituell aufgeschlossenen Menschen grundsätzlich frei, die wissenschaftlich belegten Kräfte wilder Pflanzen und Kräuter mit etwas zusätzlicher Gedankenkraft und mit freundlich positivem Glauben aufzuladen. Warum auch nicht? Wer sich etwas mit den Lehren von Rupert Sheldrake auskennt, der weiß, dass das „schöpferische Universum“ mit seinem „morphogenetischen Feld“ jede Art des achtsamen und respektvollen Umgangs mit den Ressourcen der Natur postwendend honoriert. Da kann es durchaus sein, dass ein wildes Kräutlein umso besser heilt und hilft, je mehr man daran glaubt. Daran ist absolut nichts auszusetzen. In diesem Zusammenhang könnte Sie der nachfolgende Link auf den Geschmack bringen:

Das magische Kräuterlexikon

Wildpflanzen-Gastronomie

Auch zeitgeistige Gastronomen wissen inzwischen die Magie der Wildpflanzen für ihre anspruchsvolle Klientel zu nutzen. Immer mehr Restaurants bieten, wie eingangs bereits kurz erwähnt, spezielle Gourmet-Menüs auf Wildpflanzen- und Wildkräuterbasis an. Sogar Catering-Dienstleister können bereits mit diesem trendigen Gourmet-Thema aufwarten. Falls Sie sich für diese eher kommerzielle Variante des Wildpflanzenangebots interessieren, können Sie hier
Wildpflanzen-Gastronomie nachlesen, wo Sie derzeit in Österreich und in Deutschland ausgewiesene Wildpflanzen-Gastronomie vorfinden. Allerdings schmeckt auch das beste Wildpflanzen-Gericht zu Hause und selbst zubereitet wahrscheinlich immer noch am allerbesten. Getreu dem Motto: Wozu in die Ferne schweifen, sieh, das Gute wächst so nah!

Nun möchte ich Ihnen am Schluss dieses Beitrags noch etwas virtuellen Liebstöckel da lassen. Möge Ihnen dieses zauberhafte wilde Kraut jede Menge Erfolg bescheren, Ihre Gesundheit schützen, Ihre Kräfte stärken und Ihr Herz erfreuen.

– Carina Collany –

Vegane Salate mit (Wildpflanzen)Pfiff

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Fleischlose Mahlzeiten und Rezepte ohne tierliche Zutaten liegen voll im gesundheitsbewussten Trend. Damit tut man erstens sich selbst und zweitens der Umwelt etwas wirklich Gutes. Dabei sind gerade frische knackige Salate sowohl eine Gaumenfreude als auch ein Augenschmaus. Sie sind schnell zubereitet, man muss dafür auch nicht am Herd stehen (gerade an heißen Sommertagen ein cooler Pluspunkt) und kostengünstig sind die vitamin- und ballaststoffreichen Köstlichkeiten außerdem. Das sind viele gute Gründe, hier exemplarisch drei pfiffige Salatideen vorzustellen, die selbstverständlich, ganz nach Saison, mit frischen Wildkräutern den letzten geschmacklichen Schliff erhalten dürfen. Da kann gerne experimentiert werden; natürlich regt auch das Nachschlagen hiesiger Beiträge im Kapitel „Kulinarisches“ sowohl die Phantasie als auch den Appetit an.

Vegane Salate mit (Wildpflanzen)Pfiff

Apfel-Karotten-Salat

Sie brauchen

  • jeweils gleich viele Äpfel und Karotten (immer mittlere Größe)
  • wahlweise eine unbehandelte Zitrone zum Auspressen oder Zitronensaft
  • Rohrzucker, Ahornsirup oder eine andere Süße Ihrer Wahl
  • Salz
  • ein gutes kaltgepresstes Öl mit allenfalls leichtem Eigengeschmack

Äpfel und Karotten wahlweise durch die Reibe schicken oder mit einem geeigneten Messer in kleine feine Stücke schneiden. Da rohe Karotten einen recht festen Biss haben, sollten die Karottenstücke lieber zu fein als zu grob in der Salatschüssel landen. Apfel- und Karottenraspel werden zusammen mit dem Zitronensaft gut durchmischt. Das gibt eine frische Note und verhindert zugleich, dass die Apfelstückchen unappetitlich braun werden. Das Ganze nun noch leicht salzen und mit der Süße abschmecken. Jetzt können, ganz nach Lust und Laune, noch fein gewiegte Wildkräuter mit in die Mischung. Einen herrlich exotischen Touch bekommt dieser Salat beispielsweise durch die Zugabe von frischen Pfefferminzblättern. Zum Schluss kommt noch ein guter Schuss Öl dazu, damit die fettlöslichen Vitamine in den Karotten auch die Gelegenheit haben, nach dem Essen dem Stoffwechsel zur Verfügung zu stehen. Außerdem ist ein gutes Öl ohnehin immer ein gesunder Genuss.

Bunter Gemüsesalat mit Vinaigrette-Dressing

Sie brauchen

  • Gelbe, grüne, rote und orangefarbene Paprikaschoten
  • Strauchtomaten
  • Karotten
  • Lauch
  • Frühlingszwiebeln
  • Salatgurke
  • Balsamico-Essig und ein gutes kaltgepresstes Öl
  • Salz & Pfeffer

Das gesamte Gemüse wird in mundgerechte kleine Stückchen geschnippelt. Die Karotten sollten fein gestiftet oder geraspelt werden. Die ganze kunterbunte knackfrische Mischung findet dann in einer großen Salatschüssel zusammen und wartet dort auf die Hochzeit mit der Vinaigrette. Diese wird aus einem Drittel Balsamico und zwei Dritteln Öl hergestellt und mit Pfeffer und Salz würzig abgeschmeckt. Kleiner Tipp: Ein Schuss Wasser macht die Vinaigrette etwas dünnflüssiger, wodurch sie sich leichter über die Salatzutaten verteilt. Nun dürfen auch wieder, sofern gewünscht, die Wildkräuter kräftig mitmischen. Am besten hebt man eine ordentliche Portion selbst gemachtes Löwenzahn-Pesto mit unter. Dann schmeckt’s auf alle Fälle. Und wo wir schon beim Thema Löwenzahn sind, darf natürlich auch ein Rezept für

Löwenzahnsalat

nicht fehlen.

Sie brauchen

  • ein knappes Pfund Löwenzahnblätter aus dem eigenen Garten
  • so viele noch komplett geschlossene Löwenzahn-Blütenknospen, wie Sie ernten können
  • Mandelplättchen
  • Balsamico-Essig und ein gutes kaltgepresstes Öl
  • Frühlingszwiebeln
  • einen Bund Blattpetersilie
  • Salz & Pfeffer
  • Margarine oder Öl zum Braten

Die Löwenzahnblätter gründlich waschen, putzen und gut abtropfen. Eine Salatschleuder kann hier durchaus gute Dienste leisten. Anschließend die gesäuberten Löwenzahnblätter in eine mundgerechte Größe zurechtzupfen und die Blattstückchen in eine Salatschüssel geben. Dem Löwenzahn folgen die fein gewiegten Frühlingszwiebeln sowie die fein gehackte Blattpetersilie in die Salatschüssel nach. Damit wäre die grüne Salatgrundmasse fertig.

Aus Öl, Balsamico, Salz und Pfeffer wird eine herzhafte Vinaigrette angerührt und bereitgestellt.

Jetzt kommt der Clou in Form von knusprig gerösteten Löwenzahnknospen. Dazu werden die geschlossenen Knospen in der Pfanne wahlweise in hitzebeständigem Öl oder in Margarine sanft angebraten. Dazu kommen noch die Mandelplättchen sowie eine Prise Salz. Während es in der Pfanne lieblich und zart schmort, wird die Vinaigrette in die grüne Salatbasis gekippt. Das Ganze kräftig durchheben und den Salat dann mit den noch warmen veganen „Croutons“ aus der Bratpfanne krönen.

Na? Läuft inzwischen auch Ihnen schon das Wasser im Munde zusammen? Ich habe mich jedenfalls gerade selbst hungrig geschrieben 😉

– Carina Collany –

Grüne Wildpflanzen – Smoothies: gesund oder gefährlich?

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Smoothies haben als modernes Nahrungsmittel unserer hektischen Zeit längst den stark umkämpften Markt für „Functional Food“ erobert. Die pürierten Früchte und Gemüse lassen sind schnell und unkompliziert konsumieren, sind auch für ultrakurze Mittagspausen unproblematisch und hinterlassen dennoch das gute Gefühl, sich bewusst und gesund ernährt zu haben. Wer es besonders exklusiv haben möchte, stellt sich seine Smoothies im eigenen Mixer grundsätzlich selbst her, und wirft nach Möglichkeit auch hier und da ein paar persönlich gepflückte Wildkräuter mit in die Mischung. Denn Wildkräuter stehen ja in dem guten Ruf, vor wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen nur so zu strotzen. So wohl begründet dieser Ruf auch ist, so wichtig ist allerdings auch der Hinweis darauf, dass man es mit der gut gemeinten Vitalnährstoff-Versorgung aus dem Kräutergarten der Natur sehr schnell übertreiben kann. Das Motto „Viel hilft Viel“ ist in diesem Falle nicht nur falsch, sondern kann sogar gefährlich gesundheitsschädlich ausarten. Der nachfolgende Beitrag will für diese Problematik sensibilisieren und einfach zu befolgende Tipps dazu geben, wie man seiner Gesundheit mit grünen Smoothies Gutes tun kann, ohne eine giftige Gefahr fürchten zu müssen.

Grüne Wildpflanzen - Smoothies: gesund oder gefährlich?

1) Genuine Giftpflanzen

Manche Wildpflanzen duften so köstlich und schmecken so herrlich, dass man die Tatsache ihrer Toxizität gerne mal ausblendet. Das kann, weil schließlich die Dosis das Gift macht, gut und folgenfrei ausgehen. Doch schlägt man beim genüsslichen Konsum giftiger Wildkräuter über die Stränge, können die Auswirkungen qualvoll bis bedrohlich sein. Ein prominentes Beispiel hierfür ist der Waldmeister (Wohlriechendes Labkraut), der wegen seines unvergleichlichen Aromas als würzende Zutat in der Maibowle hergenommen wird. Schaut man bei diesem frisch fröhlichen Vergnügen allerdings zu tief ins Glas, bekommt man spätestens am nächsten Tag die ausgesprochen schmerzhaften Folgen einer akuten Cumarin-Vergiftung zu spüren: bohrende Kopfschmerzen und lähmende Benommenheit.

Tipp

Die regelmäßige Teilnahme an sachkundig geführten Wildpflanzen-Wanderungen schult das Auge und festigt das Wissen im Dienste der Unterscheidung zwischen giftigen und ungiftigen Wildkräutern. Solcherart direkt vor Ort ausgebildet geht die Wahrscheinlichkeit, sich unbeabsichtigt selbst mit giftigen Wildkräutern im grünen Smoothie zu schaden, gegen Null.

Weiterführende Leseempfehlung

Udo Pollmer: Gefährlicher Küchentrend Grüne Smoothies – Nierensteine inklusive – Wenn Gartenabfälle im Mixer landen

2) Gefahrenquelle Purine

Purine, die in verschiedenen Nahrungs- und Genussmitteln ganz natürlich vorkommen, gelten mittelbar über den Harnsäurestoffwechsel als Auslöser von Gicht und Arthritis. Doch entgegen der landläufigen Meinung stehen hier nicht nur Fleisch und Alkohol am Pranger. Tatsächlich gibt es auch zahlreiche Pflanzen, die mit einem erstaunlichen Purin-Gehalt aufwarten. Diese purinreichen Gewächse sollten also nach Möglichkeit nicht auf dem Speisezettel stehen und schon gar nicht im grünen Smoothie landen, wenn gefährdete (oder erblich vorbelastete) Gelenke und Nieren nicht über Gebühr belastet werden sollen. Als Beispiele purinreicher (und damit zu meidender) Salate und Gemüse seien Steinpilze, Sojabohnen und -sprossen, Broccoli, Artischocken, Porre, Schwarzwurzeln und Erdnüsse benannt.

Tipp

Die Teilnahme an einer fundierten Ernährungsberatung, die einen speziellen Schwerpunkt auf die besondere Bedürfnislage von Patienten mit Gicht oder Arthritis legt, liefert alle wichtigen Informationen zum Thema.

Weiterführende Leseempfehlung

Claudia Müller: Gicht – Purinarme Kost gegen Schmerzen

3) Gefahrenquelle Oxalsäure

Säuerlich schmeckende Wildpflanzen oder Kulturgewächse können gerade im Sommer eine köstliche Erfrischung bieten. Doch Vorsicht: Oft kündet dieser Geschmackseindruck vom Vorhandensein von Oxalsäure, welche wiederum im Stoffwechsel zur Bildung schädigender Stoffe führen kann. So kann ein übermäßiger Verzehr von oxalsäurelastigen Salaten oder Gemüsen auf Dauer zur Entstehung von gefährlichen Nierenerkrankungen und behandlungsbedürftigen Magen-Darm-Beschwerden führen. Beispiele für potente Oxalsäurelieferanten sind Sauerampfer, Mangold, Rhabarber und Spinat.

Tipp

Wenn Sie nach dem Genuss pflanzlicher Kost oder nach dem Wegschlürfen eines grünen Smoothies mit Ihrer Zunge dieses typische stumpf-raue Eigengefühl auf den Zahnoberflächen spüren, dann war Ihre Mahlzeit vermutlich stark oxalsäurehaltig. Die stumpfe raue Zahnoberfläche ist dann das Ergebnis einer chemischen Reaktion zwischen der Oxalsäure und dem im Zahnschmelz vorhandenen Kalzium. Bemühen Sie sich dann darum, von dem verzehrten Lebensmittel in Zukunft Abstand zu nehmen, und meiden Sie grundsätzlich alle Pflanzen mit hohem Oxalsäuregehalt.

Weiterführende Leseempfehlung

Jörg Schweikart: Nierenstein-Risiko – Oxalsäure und Gesundheit

– Carina Collany –

Wildpflanzen als natürliche Nährstofflieferanten

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In der sehr interessanten „Lebensmitteltabelle für die Praxis“, welche von der „Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie“ herausgegeben wird, ist den Wildpflanzen eine eigene Ergänzungstabelle gewidmet. Von B wie Barbarakraut bis W wie Wiesenknöterich sind hier 18 Wildpflanzen aufgelistet, die sowohl bei Tisch als auch in der individuellen Nährstoffbilanz eine gute Figur machen. Dieser Beitrag will kurz anreißen, welche Wildpflanzen sich für welche Zubereitung eignen, und wie viel Gesundheit zusammen mit den grünen Geschenken der Natur auf der Gabel landet.

Zubereitung als Salat

In der Salatschüssel geben die folgenden knackig frischen Wildkräuter einer vollwertigen Mahlzeit die extra Portion an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen:

  • Barbarakraut
  • Bärlauch
  • Breitwegerich
  • Gundermann
  • Wilde Malve
  • Rucola
  • Sauerampfer
  • Scharbockskraut
  • Spitzwegerich
  • Weiße Taubnessel
  • Wiesenbocksbart

All diese Leckereien können einen beachtlichen Anteil an Eisen vorweisen, wobei der Breitwegerich hier am höchsten punktet. In Sachen Kaliumgehalt sowie Mineralstoffgehalt allgemein hat die wilde Malve die Nase vorn. Und der Wiesenbocksbart kann noch mit einer spannenden Spezialität aufwarten: Seine Wurzeln schmecken nämlich angenehm süßlich, was diesem Pflanzenteil auch die Bezeichnung „Falsche Schwarzwurzel“ eingebracht hat.

Wildpflanzen als natürliche Nährstofflieferanten
Scharbockskraut

Zubereitung nach Art von Blattspinat

Dünstet und dämpft man frische Spinatblätter, so erhält man eine ebenso delikate wie ernährungsbewusste Beilage, die sowohl an einem Rumpsteak wie auch an lecker besoßten Folienkartoffeln Auge und Gaumen gleichermaßen begeistert. Und was mit Spinat so schmackhaft funktioniert, lässt sich auch bestens mit den folgend genannten Wildpflanzen nachkochen:

  • Brennnessel
  • Gartenmelde
  • Giersch (Geißfuß)
  • Wiesenknöterich

Junge Brennnesselblätter sind echte Vitamin-C-Bomben und bringen außerdem noch reichlich Kalium und Calcium auf den Speiseplan. Und die Gartenmelde liefert sogar noch mehr Eisen als der Breitwegerich.

Zubereitung als Gemüse

Fast alle salatgeeigneten Wildpflanzen lassen sich auch als Gemüse servieren. Darum finden sich in der folgenden Liste bis auf zwei Ausnahmen nur leckere alte Bekannte:

  • Gundermann
  • Guter Heinrich
  • Wilde Malve
  • Sauerampfer
  • Scharbockskraut
  • Spitzwegerich
  • Weiße Taubnessel
  • Vogelmiere
  • Bärlauch

Zum Sauerampfer sei noch angemerkt, dass er sowohl im rohköstlichen Salatschälchen als auch auf der duftend dampfenden Gemüseplatte mit einem relativ hohen Oxalsäuregehalt daherkommt. Da Oxalsäure, sofern im Übermaß zugeführt, gesundheitsschädigend wirken kann, sollte Sauerampfer trotz seines frisch zitronigen Geschmacks nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Menschen, die jemals Nierensteine hatten oder noch haben, sollten ohnehin generell auf oxlasäurehaltige Lebensmittel verzichten.

Weitere und ausführlichere Informationen zu den einzelnen Energiegehalten, Hauptbestandteilen und wichtigen Inhaltsstoffen schmackhafter Wildpflanzen können in dem Buch „Der kleine Souci-Fachmann-Kraut“ (ISBN 3-8047-2037-4) nachgelesen werden. Diese Lektüre kann übrigens auch die eine oder andere kreative Idee für grüne Smoothies liefern.

– Carina Collany –

Löwenzahnpesto – so wird Unkraut urgesund

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Jasmins „Rezept für WinterWildkräuterPesto“ hat hier im heimischen Wildpflanzenblog erfreulich regen Zuspruch gefunden. Und viele begeisterte Gourmets haben inzwischen hinter den internetten Kulissen angefragt, was denn sonst noch so alles zu einem wohlschmeckenden Pesto verarbeitet werden könnte. Darauf gibt es eine ebenso schlichte wie genussvoll geniale Antwort, die die Herzen von Liebhabern gepflegten Rasens und von Freunden kulinarischer Experimente gleichermaßen höher schlagen lässt: Löwenzahnpesto.

Löwenzahn hat es in sich

Der Löwenzahn ist auf kultivierten Rasenflächen der Graus jeden Gärtners. Er vermehrt sich buchstäblich in Windeseile und durchsetzt mit seinem charakteristischen Blattgrün und mit seiner „Pusteblume“ höchst ungebeten die nach Vollkommenheit strebende Ebenmäßigkeit des saftig grünen Rasens. Das hat dem Löwenzahn die wenig schmeichelhafte Begrifflichkeit des „Unkrauts“ eingebracht, und damit verbunden den ewigen Kampf gegen das beständige Jäten. Leider ist bei dem stetigen Krieg gegen diesen Korbblütler fast völlig in Vergessenheit geraten, wie lecker und urgesund die grünen Blätter der jungen Löwenzahnpflanzen sind. Denn diese Blätter sind reich an wertvollen Bitterstoffen, Vitamin C, Kalium, Eiweiß, Fettsäuren, Mineralstoffen und Inulin. Da hier im Blog andernorts bereits ausführlich auf den Löwenzahn eingegangen wurde, soll an dieser Stelle der Fokus weg von der Botanik und hin zur gesunden Kochkunst gelenkt werden.

Löwenzahnpesto - so wird Unkraut urgesund

Erst gärtnern, dann genießen

Am Anfang des Löwenzahnpesto aus eigener Küche steht die sportliche Gartenarbeit. Denn die frischen zart gezahnten grünen Blätter wollen ja zunächst in geeigneter Menge geerntet sein. Natürlich darf man die Pflänzchen nur dort aus dem Boden rupfen, wo die komplette Abwesenheit von Pflanzenschutzmitteln, anderen Giften oder kranken Wildtieren sicher gewährleistet werden kann. Somit bietet sich in aller Regel der eigene Garten als günstige Ertragsfläche an. Also: Raus auf den Rasen und her mit dem leckeren Löwenzahn!

Die Zutaten

Neben dem frisch geernteten, sorgfältig gewaschenen und handverlesenen Löwenzahn werden noch die folgenden Zutaten benötigt:

  • Ein hochwertiges kaltgepresstes Speiseöl nach individuellem Geschmack
  • Weißer Balsamico
  • Apfeldicksaft
  • Gemahlene Chilischoten
  • Meersalz
  • Frischer Knoblauch
  • Optional: Fein geriebener Parmesan

Sollte die Löwenzahn-Ernte für das kulinarische Vorhaben nicht üppig genug ausgefallen sein, kann das Grün mit frischer Blattpetersilie nach Belieben aufgestockt werden.

Die Zubereitung

Die sauberen Löwenzahnblätter (zusammen mit der Blattpetersilie, falls gewünscht) werden mit einem geeigneten Küchenwerkzeug zu einer groben grünen soßenartigen Masse verhäckselt.

Anschließend wird der weiße Balsamico mit etwas Apfeldicksaft gesüßt, mit ein wenig gemahlenem Chili geschärft, mit frischgemahlenem Meersalz gewürzt und mit frisch geriebenem Knoblauch abgeschmeckt.

Wer Pesto ganz ohne Käse nicht mag, gibt nun noch eine beliebige Menge an geriebenem Parmesan in die Würzsoße hinein.

Nun wird die fertig durchmische Würzsoße mit der wartenden Löwenzahn-Kräutermasse verheiratet.

Sind Löwenzahngrün und Balsamicosoße hinreichend miteinander bekannt gemacht worden, wird die Mischung in ein hübsches Schraubglas abgefüllt, wobei die Füllhöhe maximal zwei Drittel des Maximums erreichen soll. Denn es kommt ja noch das Öl (beispielsweise Olivenöl oder Sonnenblumenöl) dazu, ohne das ein Pesto kein Pesto wäre.

Also: Das Ganze mit dem guten Öl abschließend aufgießen und alles noch mal gut durchheben. Das Öl soll am Schluss das Pesto reichlich und mindestens fingerdick bedecken. Dies dient zum einen dem Wohlgeschmack und zum anderen der Konservierung. Das Löwenzahnpesto sollte dennoch zeitnah verbraucht werden und derweil im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Löwenzahnpesto

schmeckt fantastisch zu Nudeln und zu Kartoffeln. Es eignet sich aber auch als herzhaft würziger Kräuter-Dip zu frischem Baguette oder als gesunder Brotaufstrich. Natürlich lässt sich damit auch aus schlichtem Speisequark ein exklusiver Kräuterquark zaubern. Der geschmackvollen Phantasie sind hier keine Grenzen gesteckt.

So lecker und bekömmlich kann „Unkraut“ sein. Da wird die Pflege des Rasens gleich zur Vorfreude auf zu erwartende gesunde Gaumenfreuden.

– Carina Collany –

Dieser Eintopf hilft gegen Erkältungen

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Wenn ein fieser Schnupfen die Schleimhäute entern will, oder sich vielleicht schon im Kopf schmerzhaft breit gemacht hat, dann muss so schnell wie möglich eine effektive Unterstützung für die Immunabwehr her. Hier liegen derzeit sanfte Hausmittel voll im gesunden Trend. Und eins dieser Hausmittel ist nicht nur besonders heilwirksam, sondern darüber hinaus auch außerordentlich wohlschmeckend. Die Rede ist hier vom wahrscheinlich gesündesten Eintopf der Welt, der nachgewiesener Maßen das Beste aus der essbaren Medizin gegen quälende Erkältungskrankheiten auf den Suppenteller packt. Gemäß dem hippokratischen Motto „Eure Nahrung sei Eure Medizin, und Eure Medizin Eure Nahrung“ soll nun verraten werden, welche Zutaten den heilenden Eintopf so wirksam machen und warum das so gut funktioniert.

Dieser Eintopf hilft gegen Erkältungen

1) Karotten

Dieses leuchtend orangerote Wurzelgemüse beinhaltet Substanzen, die als Carotinoide im Allgemeinen und als Xanthophylle im Speziellen bekannt sind. Die medizinische Wirkung dieser Stoffe ist gut mit „krampflösend“ beschrieben. Deshalb sind die „lecker Möhren“ für alle von hartnäckigem Krampfhusten geplagten Bronchien eine wahre Wohltat. Darüber hinaus können Viren diese pflanzlichen Wirkstoffe buchstäblich auf den Tod nicht ausstehen. So können sich die attackierten Schleimhäute mit Schutzschilden aus Betacarotin gut gegen die Angreifer verteidigen. Aber nur dann, wenn die Karotten in einer fetthaltigen Suppe gegart wurden. Denn Carotinoide lösen sich ausschließlich in Fett und nicht in Wasser. Deshalb nutzt es rein gar nichts, rohe Möhren zu knabbern – nur in einem guten Eintopf wird die Heilwirkung der Karotten freigesetzt. Doch woher kommt das dringend und zwingend benötigte Fett? Klarer Fall: Es kommt vom

2) Suppenhuhn

Hühnersuppe wärmt nicht nur die Seele, sondern ist auch der perfekte Partner im Kampf gegen die Erkältung. Denn aus dem Hühnerfleisch gelangt beim sanften und langen Garen im Suppentopf die Aminosäure Cystein in erheblichen und damit heilsam relevanten Mengen in das kräftigende Gericht. Und Cystein wird von einem in Alarmbereitschaft versetzten Immunsystem an wirklich allen Ecken und Enden massenhaft gebraucht. Kein Wunder, dass sich das Suppenhuhn schon seit vielen Generationen unangefochten an der Spitze der Erkältungshausmittel Top 10 befindet. Aber bitte das Fett dran lassen, damit in Punkto Biochemie auch alles funktionieren kann!

3) Wirsing

Dieses grüne krausgewellte Gemüse ist eine wahre A+C Vitaminbombe. Wenn man weiß, dass gerade die Vitamine A und C beim Kampf gegen die Erkältung von essenzieller Bedeutung sind, dann wird sehr schnell klar, warum der Wirsing geradezu als Wunderwaffe gegen den Schnupfen gehandelt wird. Eine weitere magische Eigenschaft des Wirsing liegt in der außergewöhnlichen Zellstruktur seiner Blätter begründet. Denn die sorgt dafür, dass die ansonsten durchaus hitzeempfindlichen Vitamine A und C beim schonenden Köcheln nicht leiden und dadurch später mit voller Power im Magen ankommen.

4) Kartoffeln

Kartoffeln gehören in jeden guten Eintopf. Doch hier haben die tollen Knollen noch eine ganz andere Funktion als die des guten Geschmacks. Denn Kartoffeln sind ausgesprochen reich an Magnesium, an Kalium, an Kalzium und an Eisen. Und genau diese Mineralien und Spurenelemente braucht die aktive Immunabwehr jetzt reichlich und dringend. Der Clou: Durch die Anwesenheit von Cystein (und anderen Aminosäuren) aus dem Suppenhuhn steigt die Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe aus der Kartoffel um ein Vielfaches. So schließt das Suppenhuhn quasi sowohl die Kartoffel als auch die Karotte perfekt und auf den Punkt auf.

Man nehme also einen großen Suppentopf, gebe ein Suppenhuhn, Wirsingkohl, Karotten und Kartoffeln hinein, und lasse das Ganze nach dem Aufkochen auf kleiner Flamme und mit viel Geduld schonend gar köcheln. Jetzt noch ein wenig Pfeffer und Salz nach Gusto, und schon steht der schmackhaften Aktion „Iss Dich gesund“ nichts mehr im Weg.

-Carina Collany-

Rezept für WinterWildkräuterPesto

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Sicherlich fragen Sie, wie soll das möglich sein?

Bitte nehmen Sie alle Wildkräuter, die Sie gegenwärtig finden auf der Wiese. Dabei hilft Ihnen mein Beitrag „Was uns die Wiese im Winter schenkt“ http://blog.heimische-wildpflanzen.de/gastartikel-uns-die-wiese-jetzt-im-winter-schenkt/#.VLEqWSfbp3M

Rezept für WinterWildkräuterPesto

Dann besorgen Sie sich Grünkohl oder/und Rucola oder/und Petersilie (bitte in Bio-Qualität wenn möglich) und schon kann’s losgehen:

Alles in gewünschter Menge und gewünschtem Geschmacksverhältnis sehr gut kleinschneiden. Pfiffikusse gaben’s auch schon in den Mixer, doch was da entsteht ist weit, weit entfernt von Pesto.

Eine Menge, die Sie gleich verzehren möchten, leicht salzen und dann je nach Gusto

  • Knoblauch
  • Pinienkerne
  • Parmesan

dazugeben, plus das Öl Ihrer Wahl. Muss aber nicht immer Olivenöl sein. Es gibt zum Beispiel auch herrliches Bio-Walnussöl, Rapskernöl oder, wer’s exotisch mag, Arganöl.

Hält sich im Kühlschrank verschlossen im Glas gut eine Woche.

Die übrige Menge etwas stärker salzen und in ein Glas passender Größe leicht mit dem Quirl eindrücken. Dann Öl dazugeben und darauf achten, dass ca. ein Zentimeter Öl den Abschluss bildet.

Dies ist im Kühlschrank gut einen Monat und länger haltbar und lässt sich bei Bedarf mit verschiedenen Zutaten mischen, um den stärkeren Salzgehalt etwas zu neutralisieren. So erhalten Sie immer wieder ein köstliches Pesto, das dann aber gleich verzehrt werden sollte.

Sicherlich haben Sie Pesto nicht nur zu Spaghetti genossen, sondern schon in selbst zubereiteten Dressings verwendet.

Sehr köstlich ist es als Zugabe zu Eintöpfen und Stampfkartoffeln.

Finden Sie Ihre Variationen – dem guten Geschmack sind keine Grenzen gesetzt.

Viel Freude beim Herausfinden Ihrer Zusammenstellung

wünscht

Jasmin

Was uns die Wiese jetzt im Winter schenkt

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Natürlich ist mir unbekannt, in welcher Gegend Sie leben – doch in weiten Teilen Deutschlands sind gegenwärtig, da der Schnee sich zurückzog, die Wiesen wieder grün und wir finden noch Wildkräuter, die unsere Mahlzeiten nicht nur bereichern, sondern uns in der dunklen Jahreszeit auch „Licht zum Essen“ schenken, sofern wir sie innerhalb von 12 Stunden nach dem Pflücken essen. Dass dies der Fall ist merken Sie spätestens daran, wie Sie sich nach dem Verzehr besser fühlen und Ihr Körper in jeder Hinsicht einfach prima funktioniert.

Was uns die Wiese jetzt im Winter schenkt

Wir finden noch Taubnesseln und Spitzwegerich. Wir finden auch Labkraut und Vogelmiere an geschützten Stellen. Selbst Sauerampfer, Blutampfer und Gartenkresse sind pflückbar. Doch wunderbar schmeckt um diese Jahreszeit das Wiesenschaumkraut. Die kleinen Blättchen erinnern ein wenig an den Geschmack von Kresse.

Ganz fein geschnitten mit einer Gabel in weiche Butter mit etwas Meersalz gedrückt – einfach nur köstlich als Brotaufstrich oder als rohe Suppenbeigabe nach dem Kochen.

Sollten Sie grüne Smoothies mögen, dann mischen Sie das Grün mit Papaya, reifen Khaki, Avocado und frischem Grünkohl oder frischem Spinat. Klingt vielleicht etwas ungewöhnlich? Probieren Sie es aus – das Mischungsverhältnis der Zutaten richtet sich nach Ihren ganz persönlichen Vorlieben.

Auch wenn Sie beim Waschen und Verlesen etwas mehr Sorgfalt walten lassen müssen als bei Gekauftem – die Mühe lohnt sich. Und beim Sammeln bekommen Sie gleich noch die gewollte Tagesration Frischluft.

Sie kennen die Pflanzen nicht? Dann bitte den Namen und dahinter „Bild“ in Google eingeben – schon erhalten Sie solch einen Überblick, so dass die Pflanzen unverwechselbar sind.

Also – worauf warten Sie?

Viel Freude beim Austreiben des Winterblues

wünscht Ihnen

Jasmin

Bio: Voll im Trend

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Neben der gesunden Ernährung sind die Argumente „artgerechte Tierhaltung“ und „schadstoffarme Nahrung“ Grund für ein stetiges Wachsen des Bedarfs an Bio-Produkten. Neben den entsprechenden Geschäften und Reformhäusern kann man biologisch erzeugte Lebensmittel heute in jedem Supermarkt oder Discounter bekommen. Mit zweistelligen Wachstumsraten des Bio-Marktes lässt sich ein deutlicher Wandel des Essverhaltens in unserer Gesellschaft erkennen.

Voll im Trend: Bio

Eine beachtliche Entwicklung

Vor 20 Jahren war es noch ein echtes Problem, wenn man Bio-Produkte kaufen wollte. Die wenigsten landwirtschaftlichen Betriebe lieferten biologische Lebensmittel, die dann nur in Hofläden, Naturkostläden oder auf Wochenmärkten zu bekommen waren. Seitdem hat sich die Biosparte rasant entwickelt. In den Jahren 2000 bis 2005 hat sich die Anbaufläche für ökologische Produkte auf über 800.000 Hektar verdoppelt, das sind über 4% der Gesamtanbaufläche.
Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln hat sich in dieser Zeit rund vervierfacht und macht bereits über 3% des Gesamtumsatzes aus. Die Wachstumsraten liegen seit Jahren auf hohem Niveau und werden den Anteil am Gesamtumsatz in den kommenden Jahren deutlich erhöhen.

Bio für jeden

Etwa drei Viertel der Bevölkerung kaufen zumindest gelegentlich Bio-Lebensmittel ein – Tendenz steigend. Diese Produkte sind so ein ganz selbstverständlicher Teil unserer Ernährungskultur geworden.
Zwar greifen heute Verbraucher aus allen Bevölkerungsschichten immer wieder zu Bio-Produkten, regelmäßiger kaufen aber vor allem besserverdienende Familien ein, insbesondere Haushalte mit Kindern. Gesundheitsbewusste Menschen ab dem 50. Lebensjahr haben ebenfalls in besonderem Maße die besondere Kost für sich entdeckt.
Das zunehmende Interesse hat zur Folge, dass man heute praktisch überall ökologisch erzeugte Produkte kaufen kann. Nicht nur die bekannten Supermarktketten, sondern auch Discounter und Drogeriemärkte führen heute ein gutes Sortiment an Bio-Produkten. Die Zunahme an Geschäften, die solche Produkte führen und die ständige Ausweitung des Sortiments sind der Garant für ein weiteres Wachstum der Sparte.

Der Bio-Boom

Profitabel ist die hohe Nachfrage nach Bioprodukten vor allem für die konventionellen Supermärkte und Discounter. Im Jahr 2005 steigerte sich der Bio-Absatz um rund 25%, bei den klassischen Naturkostläden immerhin noch um 10%. Jährlich nimmt der prozentuale Anteil des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels am Gesamtabsatz von Bio-Produkten stetig zu, dennoch verdrängen sie keineswegs die klassischen Bio-Anbieter.

Fazit

Die Schattenseite des Bio-Booms trifft leider die Bauern. Durch unsichere und geringe Förderungen fällt den meisten konventionellen Betrieben die Umstellung auf eine ökologische Arbeitsweise sehr schwer. Produkte nach neuen Herstellungskriterien aus heimischen Landen sind daher knapp und bieten Betrieben aus dem europäischen Ausland hervorragende Absatzmöglichkeiten und die Chance, sich wertvolle Marktanteile im Bio-Absatzmarkt zu verschaffen.