GASTARTIKEL: Erkältet? Diese Kräuter werden Ihnen helfen

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Kräuter können bei vielen Erkältungsbeschwerden helfen. Mit ihrer Hilfe kann der Kranke die nächste Erkältung schneller überstehen. Der Arzt geht gegen Erkältungen mit Hustenblockern, Entzündungshemmend und Schmerzmitteln vor, wobei aber die körpereigenen Heilmechanismen gestört oder unterdrückt werden. Heilkräuter unterstützen den Kampf des Körpers gegen die Erkältung. Im folgenden Artikel wird gezeigt, welche Kräuter bei Schnupfen und Entzündungen lindernd helfen.

Was im Körper geschieht.

Krankheitserreger dringen in den Körper ein und verursachen eine Histaminausschüttung, die Entzündungen und erkältungsbedingte Schleimbildung auslösen. Die Entzündungsreaktion in der Nase und den Nebenhöhlen hat die Aufgabe die Krankheitserreger sofort zu bekämpfen. Der Schleim, der so verursacht wird, kann aber die Atemwege stark verstopfen, Kopfschmerzen verursachen und zum Husten führen.

Gegen den Schleim sollte durch Lösen und Verflüssigen vorgegangen werden. Außerdem sollte das Immunsystem gestärkt werden. Hier helfen Kräuter wie Echinacea, auch Sonnenhut genannt, der Sanddorn, die Schwarze Johannisbeere, der Wasserdost und die Hundsrose.

Erkältet? Diese Kräuter werden Ihnen helfen

Kräuter gegen Hustenbeschwerden.

Mit Thymian, der einer bakteriellen Infektion entgegenwirkt, lassen sich verschiedene Stadien und Beschwerden der typischen Erkältung behandeln. Gegen trockenen Husten wird empfohlen Thymian gemeinsam mit einer Pflanze zu sich zu nehmen, die viele Schleimstoffe besitzt und die angegriffenen Schleimhäute schützt, wie zum Beispiel die Eibischwurzel. Thymian wirkt in diesem Stadium krampflösend und antiviral. Bei Husten mit Auswurf führt Thymian das Hustensekret ab. Quälender Hustenreiz kann bei Erwachsenen mit einer verdünnten Cayenne-Tinktur bekämpft werden.

Allgemein kann Husten mit einer Kombination aus Thymianblättern und Süssholz angegangen werden. Es sollte gemischt mit heißem Wasser überbrüht werden und mehrere Minuten zum Ziehen stehen gelassen werden. Wenige Cayennetropfen können die Wirkungen steigern. Schnupfen und Nasennebenhöhlenbeschwerden werden mit Thymianöl, das inhaliert wird, gelindert.

Kräuter gegen eine übermässige Histaminausschüttung.

Soll die Histaminausschüttung gehemmt werden, empfehlen sich Kräuter wie Süssholzwurzel, Eukalyptusblätter oder Pfefferminzblätter. Sie werden zu einem Sud verarbeitet und durch die Zugabe von Echinaceatropfen, Honig oder getrocknete Holunderbeeren in ihrer Wirkung verstärkt.

Gegen Gliederschmerzen.

Gegen Gliederschmerzen hilft in der Regel ein Erkältungsbad, das einen Zusatz aus Menthol- oder Eukalyptusöl enthält. Die ätherischen Stoffe verstärken die Durchblutung, wirken gegen den Schmerz, der in den Gliedern zu fühlen ist und lösen den Nasenschleim und den Bronchienschleim.

Kräuter, die bei Entzündungen zum Einsatz kommen.

Lindernd bei einer Entzündung wirken Kräuter wie Arnika, Kamille und Ringelblume. Auch Salbei, Thymian, Zistrose und die Schwarze Johannisbeere kämpfen gegen Entzündungen, die durch Erkältungen entstehen. Sie lindern und helfen bei der Heilung von Halsschmerzen, Heiserkeit, Schnupfen und sogar bei einer Mandelentzündung.

Fazit

Es gibt eine Vielzahl an Kräutern, die gegen verschiedenste Symptome helfen. Ein Tipp am Rande. Die passenden Kräuter können bequem über das Internet bei einer Versandapotheke mit einem Gutschein von Couporando bestellt werden.

Wasserhyazinthe: Vom „Unkraut“ zur Nutzpflanze

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Einst kam sie aus den Tropen zu uns. Heute gilt die Wasserhyazinthe (wissenschaftlicher Name: Eichhornia) durch ihre starke Vermehrung und durch ihre erstaunliche Widerstandsfähigkeit auch hierzulande als nahezu allgegenwärtige Zierde vieler Gewässer. Ihre üppigen Blüten schillern von zart violett bis hin zu kräftigem azurblau. Leider verbirgt sich hinter dieser floralen Schönheit auch ein handfestes Problem. Denn die Wasserhyazinthe erobert ihre neu entdeckten Lebensräume mit fast schon aggressivem Durchsetzungsvermögen und bringt mit ihrem unbändigen Verkrautungsdrang sowohl die heimische Flora als auch die Schifffahrt gelegentlich in echte Bedrängnis. Darum wurde für diesen sozusagen unbegrenzt nachwachsenden Rohstoff nach sinnvollen Verwendungsmöglichkeiten gesucht. Und siehe da: Die Wasserhyazinthe hat sich in vielerlei Hinsicht als extrem nützliches Ausgangsmaterial erwiesen. So wird die Wasserhyazinthe inzwischen ausgesprochen effektiv

  • für die Herstellung hochwertiger Papiere,
  • für das Flechten modischer Taschen,
  • für die Gewinnung von Biogas sowie
  • für die natürliche Säuberung schwermetallbelasteter Gewässer

hergenommen. Ihre sowohl visuell als auch ästhetisch schönste Verwandlung erfährt die Wasserhyazinthe allerdings dann, wenn sie zu einem wunderbar naturbelassen wirkenden

Pflanzkübel

Wasserhyazinthe Vom Unkraut zur Nutzpflanze

verarbeitet wird. Pflanzkübel aus Wasserhyazinthe erkennt man sofort an dem typischen Flechtwerk und an der charakteristischen Farbe, ähnlich wie getrocknetes Schilf. Da die Fasern der Wasserhyazinthe eine beachtliche Reißfestigkeit und Strapazierfähigkeit bei gleichzeitig vorhandener Flexibilität und Biegsamkeit aufweisen, ist dieser zu 100% biologische Werkstoff wie geschaffen dafür, den herkömmlichen tönernen Blumentopf in frischer Optik zu ersetzen. So wird aus der „Last der Gewässer“ eine „Lust der Gärtner“.

Wie sind Pflanzkübel aus Wasserhyazinthe aufgebaut?

Form und Halt bekommen die Pflanzkübel durch stabil eingearbeitete Metallverstrebungen. Die Innenseiten der Pflanzkübel sind mit hochfester Kunststofffolie ausgekleidet, damit die Pracht auf der Fensterbank oder auf der Terrasse auf alle Fälle ganz sicher wasserdicht ist. Dieses praxistauglich belastbare Innenleben wird äußerlich von einem Flechtwerk aus Wasserhyazinthe ummantelt. Nun kann der alternative Übertopf in fast jeder beliebigen Form und Größe als ebenso dekoratives wie stilvolles Appartement für Zimmerpflanzen aller Art dienen. Selbstverständlich auch für Hydrokultur & Co.

Wasserhyazinthe Vom Unkraut zur Nutzpflanze

Mehr „Öko“ geht nicht

Zunächst schmeichelt die Wasserhyazinthe in freier Natur mit ihrem frischen blauen Blütenreichtum dem Auge des Beschauers. Daran anschließend wird sie zum willkommenen und entsprechend nachgefragten Rohstoff für die produzierende Industrie, für den aktiven Umweltschutz und sogar für künstlerisch gestaltende Kreativität. Damit hat sich dieser Neophyt hier bei uns von der „Problemfauna“ zum willkommenen „Pflanzen-Migranten“ gewandelt. Insoweit trägt jeder einzelne Pflanzenkübel aus Wasserhyazinthe auf ökologisch wie ästhetisch wohltuende Weise zu bewusst gelebter Nachhaltigkeit bei.

Unkrautvernichter für den eigenen Garten?

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Gerade jetzt im Sommer wird der eigene Garten zum wahren Paradies, wenn da nicht ein kleines oder manchmal auch größeres Problem in Form von ungebetenen Pflanzengästen wäre. Gemeint ist das Unkraut, das sich bei jeder Witterung prächtig und reichlich vermehrt. Der engagierte Hobbygärtner legt in diesem Fall in der Regel selbst an und spielt den Unkrautvernichter in seinem Garten. Es wird gejätet, was das Zeug hält und der Erfolg stellt sich nach einiger Zeit auch ein. Problematisch wird die Sache, wenn die Gartenfläche groß und die nötige Zeit eigentlich zu knapp ausfällt.

Unkrautvernichter für den eigenen Garten?

Mit Hausmitteln gegen das Unkraut?

Die Klassiker unter den Hausmitteln gegen Unkraut sind natürlich Essig und Salz. Beides soll durch einfache Anwendung, etwa durch Mischen mit Wasser und aufsprühen, schnell und einfach das Unkraut beseitigen. Das funktioniert grundsätzlich auch, allerdings längst nicht so intensiv, wie die schon erwähnte Handarbeit. Zudem sind beide Stoffe für die Unkrautbekämpfung umstritten, da sie für andere Pflanzen und das Bodenklima ungünstig sein können. Wer sich also für Essig und/oder Salz als Dauerlösung für sein Unkrautproblem entscheidet, der kann sich in seinem Garten mehr Schaden als Nutzen einhandeln. Und diese Schäden beseitigen, ist nicht nur äußerst mühsam, sondern letztlich auch teuer.

Unkrautvernichter, die schonend wirken

Es gibt neben den Hausmitteln natürlich auch professionelle Unkrautvernichter, die im Ganzen bei vielen Hobbygärtnern einen eher negativen Ruf haben. Der Grund mag darin liegen, dass früher gern die radikale Chemiekeule geschwungen wurde, die ohne Rücksicht auf Verluste Unkraut vernichtet hat. Essig und Salz waren da harmlose Alternativen. Moderne Unkrautvernichter sind hingegen völlig anders konzipiert und beschränken sich bei ihrer Wirkung tatsächlich auf die effektive Beseitigung von Unkraut. Andere Pflanzen und Lebewesen umher werden praktisch nicht mehr in Mitleidenschaft gezogen oder gar getötet.
Für jede Form von Garten gibt es passende Unkrautvernichter, die hier umfassend erklärt und vorgestellt werden. So vorbereitet, lässt sich für jedes Beet die passende Wahl treffen!

GASTARTIKEL: Gesundes Distelöl

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Die Färberdistel ist eine Nutz- und Heilpflanze, die schon seit der Antike bekannt ist. Aus dieser wird das Distelöl gewonnen. Durch ihre wertvollen Wirk- und Inhaltsstoffe kann die Färberdistel bzw. das Öl aus der Pflanze in Industrie, Küche und Medizin eingesetzt werden.

Schöne Pflanze im Garten

Es gibt in Deutschland derzeit keine großflächigen Anbauten der Färberdistel. Doch in vielen Gärten blüht sie gelb und rot und ist eine Bereicherung für jeden Bauerngarten. Dabei kann die Pflanze leicht kultiviert werden, wächst schnell und braucht nicht viel Pflege. Sie kann nicht nur zu Tees verarbeitet werden, sondern auch zu Badezusätzen, Salben und Kosmetika.

Gesundes Distelöl

Die Heilpflanze

Früher war die Färberdistel als Heilpflanze bekannt und wurde gegen Durchblutungsstörungen, Altersbeschwerden und Kopfschmerzen eingesetzt. Denn man kann Hautpackungen und Tees daraus herstellen, Waden- und Kopfwickel und die Essenzen wie das Öl auch einnehmen. Linderung verspricht man sich bei Gallenleiden, Venenverschlüssen und Migräne. Auch bei Verstauchungen und zur Herzstärkung wird die Heilpflanze eingesetzt.

Die Wirkung in der chinesischen Medizin

Als regelrechten Alleskönner schätzen die Verfechter der chinesischen Medizin das Distelöl und die Färberdistel. Die Wirkung des Extraktes auf verschiedene Krankheiten und den gesamten Körper ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind nicht aufgetreten. Man geht davon aus, dass es noch mehr Anwendungsgebiete für Distelöl im medizinischen Bereich gibt, als man derzeit kennt. Sie müssen allerdings noch erforscht werden. Bisher Bekanntes kann nachgelesen werden unter www.distel-oel.de.

Die Färberdistel in der Kosmetikbranche

Auch die Kosmetikindustrie hat die Pflanze für sich entdeckt. Das Öl hat eine zellerneuernde Wirkung; zudem hat es rückfettende Eigenschaften und ist daher für Cremes und Lotionen als Zusatz ideal. Zwar kann man sagen, dass die innere Anwendung erfolgversprechender ist, als die Äußere, doch reibt man der Haut regelmäßig mit Distelöl ein, bleibt eine positive Wirkung nicht aus.

Distelöl für Hunde

Auch in der Tiermedizin ist die Färberdistel bekannt. Hier ist es ebenfalls am wirkungsvollsten, wenn den Hunden, für die es angewendet wird, das Öl verabreicht wird. Dieses stärkt und schützt das Fell und hilft bei Hauptproblemen, Entzündungen und kleineren Wunden. Außerdem sorgt das Öl durch das Vitamin E für gepflegte Krallen und hilft dem Immunsystem.

Die Magie der Wildpflanzen

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Es hat Zeiten gegeben, in denen umfassendes Wildpflanzenwissen mit unheiligem Hexenwissen gleichgesetzt und dementsprechend verteufelt wurde. So manche heilkundige Kräuterfrau hat in diesen dunklen Tagen ihre naturbezogene Sachkunde mit Leib und Leben bezahlen müssen. Zum Glück gehören diese geistig unaufgeklärten und dogmatisch düsteren Epochen längst der Vergangenheit an. Heute gereicht es allen Freunden und Kennern heimischer Wildpflanzen zur Ehre, ihr grünes Thema sowohl in belesener Breite als auch in fachlicher Tiefe eloquent zu beherrschen. Deshalb sind, neben geführten Wildpflanzenwanderungen und gastronomisch perfektionierten Wildpflanzen-Spezialitäten, auch wieder Fragen und Antworten zur den magischen und pharmakologischen Wirkungen von Wildpflanzen erlaubt. Und dazu gibt es wirklich jede Menge handfestes Wissen. Wenn Sie sich dazu erste Einblicke verschaffen möchten, können die nachfolgenden beiden Links sicher hilfreich für Sie sein:

Von der Magie der Wildkräuter – Wanderung der Nabu-Gruppe Dieburg mit Botanikerin stößt auf großes Interesse

55 Wildpflanzen im Portrait (Hrsg.: Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW)

Die Magie der Wildpflanzen

Heilkräftige Wildpflanzen

verdanken ihre positiven Effekte keinem mystisch klabystischen Hokuspokus, sondern wissenschaftlich nachweisbaren Inhaltsstoffen mit gut dokumentierten medizinischen Wirkmechanismen. Da hat es nichts mit Magie und schon gar nichts mit Zauberei zu tun, wenn Salben, Auszüge, Teezubereitungen oder Presslinge aus Wildpflanzen lindernd und wohltuend gegen das eine oder andere Zipperlein helfen. Sogar das Räuchern mit Wildpflanzen hat eine echte Wirkung, da die dabei erhitzten und in die Luft abgegebenen natürlichen ätherischen Öle antibakteriell und mithin reinigend sowie desinfizierend wirken. Auf dem Hintergrund dieser fast schon banalen Erkenntnisse stellen sich die vermeintlichen Zauberkünste kräuterkundiger Frauen als absolut natürliche praktische Anwendungen aus dem prall gefüllten Apothekerschrank der Natur da. Nichts, worüber man sich als aufgeklärter Mensch wundern müsste. Staunen über die salutogene Vielfalt der Natur ist dabei natürlich trotzdem immer erlaubt. Als ausgewähltes Beispiel möge hierzu an die vielfältige Heilkraft natürlicher Bitterstoffe in Wildpflanzen erinnert werden, die hier im Wildpflanzenblog bereits ausgiebig thematisiert wurden.

Kräuterkraft für ein erfolgreiches Leben

Natürlich steht es spirituell aufgeschlossenen Menschen grundsätzlich frei, die wissenschaftlich belegten Kräfte wilder Pflanzen und Kräuter mit etwas zusätzlicher Gedankenkraft und mit freundlich positivem Glauben aufzuladen. Warum auch nicht? Wer sich etwas mit den Lehren von Rupert Sheldrake auskennt, der weiß, dass das „schöpferische Universum“ mit seinem „morphogenetischen Feld“ jede Art des achtsamen und respektvollen Umgangs mit den Ressourcen der Natur postwendend honoriert. Da kann es durchaus sein, dass ein wildes Kräutlein umso besser heilt und hilft, je mehr man daran glaubt. Daran ist absolut nichts auszusetzen. In diesem Zusammenhang könnte Sie der nachfolgende Link auf den Geschmack bringen:

Das magische Kräuterlexikon

Wildpflanzen-Gastronomie

Auch zeitgeistige Gastronomen wissen inzwischen die Magie der Wildpflanzen für ihre anspruchsvolle Klientel zu nutzen. Immer mehr Restaurants bieten, wie eingangs bereits kurz erwähnt, spezielle Gourmet-Menüs auf Wildpflanzen- und Wildkräuterbasis an. Sogar Catering-Dienstleister können bereits mit diesem trendigen Gourmet-Thema aufwarten. Falls Sie sich für diese eher kommerzielle Variante des Wildpflanzenangebots interessieren, können Sie hier
Wildpflanzen-Gastronomie nachlesen, wo Sie derzeit in Österreich und in Deutschland ausgewiesene Wildpflanzen-Gastronomie vorfinden. Allerdings schmeckt auch das beste Wildpflanzen-Gericht zu Hause und selbst zubereitet wahrscheinlich immer noch am allerbesten. Getreu dem Motto: Wozu in die Ferne schweifen, sieh, das Gute wächst so nah!

Nun möchte ich Ihnen am Schluss dieses Beitrags noch etwas virtuellen Liebstöckel da lassen. Möge Ihnen dieses zauberhafte wilde Kraut jede Menge Erfolg bescheren, Ihre Gesundheit schützen, Ihre Kräfte stärken und Ihr Herz erfreuen.

– Carina Collany –

GASTARTIKEL: Mönchspfeffer

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Mönchspfeffer ist ein lange bekanntes Mittel gegen allerlei Frauenleiden und hat den botanischen Namen Vitex agnus-castus Verbenaceae. Es handelt sich um ein sogenanntes Eisenkrautgewächs, das auch unter dem Namen Keuschlamm bekannt ist. Viel Interessantes findet man zum Mönchspfeffer unter www.moenchspfeffer.de

Mönchspfeffer

Die Pflanze

Der Mönchspfeffer kann ein bis sechs Meter hoch wachsen und bekommt dann einen verholzten Stamm. Dadurch hat die Pflanze einen baumartigen Charakter oder ähnelt einem Strauch. Die Zweige mit ihrem besonderen Aussehen sind wie ein Vierkant geformt und grau gefilzt. Die Blüten sehen Ähren ähnlich und sind blau bis rosa oder weiß. Außerdem duften sie intensiv.

Die Früchte

Benutzt werden die Früchte, wenn sie reif und getrocknet sind. Die 3-4 mm großen runden oder ovalen Früchte sind im Inneren rot-schwarz und viersamig. Beheimatet ist die Pflanze vom Mittelmeer bis nach Westasien, von wo auch heute noch die Ernte exportiert wird.

Das Heilmittel

Einige der Inhaltsstoffe der Früchte machen den Mönchspfeffer so wertvoll als Arznei. Dies sind Iridoide, Flavonoide, Diterpende, ätherische Öle und fettes Öl.
Die Geschichte des Mönchspfeffers
Schon im Mittelalter war der Mönchspfeffer bekannt. Er sollte Mönche und Nonnen dabei helfen, das Keuschheitsgelübde einzuhalten. Denn angeblich konnte die Pflanze den Geschlechtstrieb dämpfen. Zu diesem Zweck trugen die Ordensmitglieder Amulette mit Mönchspfeffer. Die Früchte wurden zudem als Würze in der Klosterküche genutzt. Diese Wirkung darf allerdings angezweifelt werden. Heute wird der Mönchspfeffer bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Die Pflanze, so weiß man heute, hemmt das Hormon Prokalin, das während der Schwangerschaft und in der zweiten Hälfte des Zyklus ausgeschüttet wird.

Die Anwendungen des Mönchspfeffers

Heute sind verschiedene Anwendungen bekannt, wie PMS oder Fruchtbarkeitsstörungen. Auch während des Abstillens wird er gern verschrieben. Die während des PMS auftretenden Symptome wie Gewichtszunahme, Spannungen in der Brust und Nervosität nehmen mit hoch dosiertem Mönchspfeffer ab.

Verschiedene Präparate

Die auf dem Markt befindlichen Präparate beinhalten alkoholische Auszüge aus den Früchten der Pflanze. Sie können als Kapsel oder Dragee sowie als Tablette eingenommen werden. Der darin enthaltene Trockenextrakt oder eine Tinktur, die als Tropfen hergestellt wird, werden gegen die o.g. Beschwerden eingenommen.
Unterschiede zwischen den Präparaten gibt es in verschiedenen Droge-Extrakt-Verhältnissen. Dieses beschreibt, wie viele Teile der Trockendroge einem Teil Extrakt entspricht. Beispielsweise wird ein Präparat mit dem Verhältnis 10:1 so hergestellt, dass für ein Gramm Trockenextrakt 10 g Früchte des Mönchspfeffers verwendet wurden. Sollte jemand mit einem der Präparate nicht zufrieden sein, kann es durchaus Sinn machen, auf ein scheinbar gleiches Präparat eines anderen Herstellers umzusteigen. Denn die Art der Verarbeitung ist nicht gleich und hat daher auch nicht die gleichen Ergebnisse.
Außerdem ist zu beachten, dass eine Behandlung erst nach mehreren Wochen der Einnahme anschlägt; zudem muss auch dann das Präparat weiterhin eingenommen werden. Eine Absprache mit dem Arzt ist sinnvoll, auch hinsichtlich der Einnahme-Regeln. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Mönchspfeffer nicht eingenommen werden.

GASTARTIKEL: Nachtkerzenöl

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Schnell vermehrt sich die Nachtkerze, eine Pflanze, die anspruchslos ist, aber das wertvolle Öl liefert. Ihren Namen hat sie dem Umstand zu verdanken, dass sie nur im Dunkeln ihre großen gelben Blüten entfaltet. Dabei verströmt sie einen prägnanten Geruch.

So wird das Öl gewonnen

Aus dem Samen der Nachtkerze wird das Öl gewonnen, wobei auch andere Pflanzenbestandteile genutzt werden können. Denn die Pflanze und auch die Wurzeln sind essbar. Weitere sogenannte Nachtkerzengewächse – rund 120 Arten sind bekannt – stehen für die Ölgewinnung zur Verfügung. Doch das übliche Nachtkerzenöl wird aus der klassischen Nachtkerze gewonnen.

Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl in der Medizin

Für die äußerliche Anwendung wird das Öl direkt aufgetragen, und zwar auf Haut- oder Gelenke, wenn diese entzündet sind. Von innen kann Linderung von Entzündungen ebenfalls bewirkt werden. Dafür gibt es das Präparat in Kapselform.
Doch nicht nur die menschliche Medizin ist es, die das Nachtkerzenöl zu schätzen weiß. Auch Veterinäre sind von der Wirkung begeistert. So wird manches Tierfutter damit angereichert und auch Hautprobleme von Vierbeinern werden damit behandelt.
Die medizinische Wirkung des Öls wurde bereits im Mittelalter erkannt. Die Wirksamkeit bei Neurodermitis und Empfindungsstörungen durch Diabetes oder Spannungsgefühlen in der Brust sind inzwischen nachgewiesen. Folgende Krankheiten können damit behandelt werden:

  • Hautentzündungen
  • rheumatoide Arthritis
  • Wunden
  • Juckreiz und Trockenheit der Haut
  • Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte
  • Kopfschmerzen
  • Allergien (Heuschnupfen)
  • Regulierung des Fettstoffwechsels
  • PMS und vieles mehr

Besonders gut hilft das Öl gegen trockene Haut, wenn es als Kosmetikprodukt auf betroffene Hautpartien aufgetragen wird. Als Kur können auch hier Kapseln eingenommen werden. Doch diese müssen über mehrere Wochen angewendet werden, bis sich der Erfolg zeigt. Gleichzeitig mit der Verbesserung der Haut wird auch Haarausfall entgegengewirkt und brüchige Nägel werden stabiler.

Mit Nachtkerzenöl jünger wirken

Inhalt des Öls sind essenzielle Fettsäuren, die die Verbesserung des Hautbildes zur Folge haben. Denn Schädigungen können beseitigt werden, die für älteres Aussehen verantwortlich sind. Außerdem kann die Bildung von Krebszellen gehemmt werden. Dadurch wirkt das Nachtkerzenöl verjüngend, was sich aber nicht nur in der Haut zeigt, sondern auch in einem allgemeinen Wohlbefinden von innen. Mehr Lebensfreude und Vitalität sind die Folge. Weiteres Interessantes findet man dazu unter www.nachtkerzenoel.net.

Vegane Salate mit (Wildpflanzen)Pfiff

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Fleischlose Mahlzeiten und Rezepte ohne tierliche Zutaten liegen voll im gesundheitsbewussten Trend. Damit tut man erstens sich selbst und zweitens der Umwelt etwas wirklich Gutes. Dabei sind gerade frische knackige Salate sowohl eine Gaumenfreude als auch ein Augenschmaus. Sie sind schnell zubereitet, man muss dafür auch nicht am Herd stehen (gerade an heißen Sommertagen ein cooler Pluspunkt) und kostengünstig sind die vitamin- und ballaststoffreichen Köstlichkeiten außerdem. Das sind viele gute Gründe, hier exemplarisch drei pfiffige Salatideen vorzustellen, die selbstverständlich, ganz nach Saison, mit frischen Wildkräutern den letzten geschmacklichen Schliff erhalten dürfen. Da kann gerne experimentiert werden; natürlich regt auch das Nachschlagen hiesiger Beiträge im Kapitel „Kulinarisches“ sowohl die Phantasie als auch den Appetit an.

Vegane Salate mit (Wildpflanzen)Pfiff

Apfel-Karotten-Salat

Sie brauchen

  • jeweils gleich viele Äpfel und Karotten (immer mittlere Größe)
  • wahlweise eine unbehandelte Zitrone zum Auspressen oder Zitronensaft
  • Rohrzucker, Ahornsirup oder eine andere Süße Ihrer Wahl
  • Salz
  • ein gutes kaltgepresstes Öl mit allenfalls leichtem Eigengeschmack

Äpfel und Karotten wahlweise durch die Reibe schicken oder mit einem geeigneten Messer in kleine feine Stücke schneiden. Da rohe Karotten einen recht festen Biss haben, sollten die Karottenstücke lieber zu fein als zu grob in der Salatschüssel landen. Apfel- und Karottenraspel werden zusammen mit dem Zitronensaft gut durchmischt. Das gibt eine frische Note und verhindert zugleich, dass die Apfelstückchen unappetitlich braun werden. Das Ganze nun noch leicht salzen und mit der Süße abschmecken. Jetzt können, ganz nach Lust und Laune, noch fein gewiegte Wildkräuter mit in die Mischung. Einen herrlich exotischen Touch bekommt dieser Salat beispielsweise durch die Zugabe von frischen Pfefferminzblättern. Zum Schluss kommt noch ein guter Schuss Öl dazu, damit die fettlöslichen Vitamine in den Karotten auch die Gelegenheit haben, nach dem Essen dem Stoffwechsel zur Verfügung zu stehen. Außerdem ist ein gutes Öl ohnehin immer ein gesunder Genuss.

Bunter Gemüsesalat mit Vinaigrette-Dressing

Sie brauchen

  • Gelbe, grüne, rote und orangefarbene Paprikaschoten
  • Strauchtomaten
  • Karotten
  • Lauch
  • Frühlingszwiebeln
  • Salatgurke
  • Balsamico-Essig und ein gutes kaltgepresstes Öl
  • Salz & Pfeffer

Das gesamte Gemüse wird in mundgerechte kleine Stückchen geschnippelt. Die Karotten sollten fein gestiftet oder geraspelt werden. Die ganze kunterbunte knackfrische Mischung findet dann in einer großen Salatschüssel zusammen und wartet dort auf die Hochzeit mit der Vinaigrette. Diese wird aus einem Drittel Balsamico und zwei Dritteln Öl hergestellt und mit Pfeffer und Salz würzig abgeschmeckt. Kleiner Tipp: Ein Schuss Wasser macht die Vinaigrette etwas dünnflüssiger, wodurch sie sich leichter über die Salatzutaten verteilt. Nun dürfen auch wieder, sofern gewünscht, die Wildkräuter kräftig mitmischen. Am besten hebt man eine ordentliche Portion selbst gemachtes Löwenzahn-Pesto mit unter. Dann schmeckt’s auf alle Fälle. Und wo wir schon beim Thema Löwenzahn sind, darf natürlich auch ein Rezept für

Löwenzahnsalat

nicht fehlen.

Sie brauchen

  • ein knappes Pfund Löwenzahnblätter aus dem eigenen Garten
  • so viele noch komplett geschlossene Löwenzahn-Blütenknospen, wie Sie ernten können
  • Mandelplättchen
  • Balsamico-Essig und ein gutes kaltgepresstes Öl
  • Frühlingszwiebeln
  • einen Bund Blattpetersilie
  • Salz & Pfeffer
  • Margarine oder Öl zum Braten

Die Löwenzahnblätter gründlich waschen, putzen und gut abtropfen. Eine Salatschleuder kann hier durchaus gute Dienste leisten. Anschließend die gesäuberten Löwenzahnblätter in eine mundgerechte Größe zurechtzupfen und die Blattstückchen in eine Salatschüssel geben. Dem Löwenzahn folgen die fein gewiegten Frühlingszwiebeln sowie die fein gehackte Blattpetersilie in die Salatschüssel nach. Damit wäre die grüne Salatgrundmasse fertig.

Aus Öl, Balsamico, Salz und Pfeffer wird eine herzhafte Vinaigrette angerührt und bereitgestellt.

Jetzt kommt der Clou in Form von knusprig gerösteten Löwenzahnknospen. Dazu werden die geschlossenen Knospen in der Pfanne wahlweise in hitzebeständigem Öl oder in Margarine sanft angebraten. Dazu kommen noch die Mandelplättchen sowie eine Prise Salz. Während es in der Pfanne lieblich und zart schmort, wird die Vinaigrette in die grüne Salatbasis gekippt. Das Ganze kräftig durchheben und den Salat dann mit den noch warmen veganen „Croutons“ aus der Bratpfanne krönen.

Na? Läuft inzwischen auch Ihnen schon das Wasser im Munde zusammen? Ich habe mich jedenfalls gerade selbst hungrig geschrieben 😉

– Carina Collany –

Wildpflanzen liefern wertvolle Bitterstoffe für das Wohlbefinden

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Die in den heutigen Supermärkten erhältlichen Gemüse, Salate oder Kräuter sind in aller Regel speziell für den westeuropäischen Geschmack gezüchtet und kultiviert. Das bedeutet im Klartext: Es finden sich kaum noch natürliche Bitterstoffe in den kommerziellen Speisepflanzen, weil die Geschmacksrichtung „bitter“ von der überwiegenden Mehrheit der Käufer und Konsumenten als ausgesprochen unangenehm abgelehnt wird. Was da beispielsweise aus frischem Chicorée (http://blog.heimische-wildpflanzen.de/chicoree-gesundes-wellness-gemuese-mit-biss/) oder knackigen Rucola-Blättern noch mild herausgeschmeckt werden kann, ist schon das höchste der zulässigen bitteren Geschmacksgefühle. Das mag man sich auf der verwöhnten Zunge zergehen lassen – für unsere Gesundheit ist dies allerdings absolut kein Zugewinn. Denn viele natürliche Bitterstoffe sind für den Magen, den Darm und all die komplexen Stoffwechselprozesse im Rahmen der Verdauung ein wahrer Segen. Doch wie kann man sich das rundum gesunde Maß an förderlichen Bitterstoffen auf ganz einfach Art und Weise wieder zurück auf den Speiseplan holen? Sie ahnen es bereits: Mit Wildpflanzen.

Wildpflanzen liefern wertvolle Bitterstoffe für das Wohlbefinden
Tausendgüldenkraut

 

Genuin bittere Gemüse, Gewürze und Kräuter

wie beispielsweise Artischocken, Radicchio, Endiviensalat, Rucola, Gelbwurz, Tausendgüldenkraut, Wermut, Bockshornklee, Wacholder oder Löwenzahn (http://blog.heimische-wildpflanzen.de/loewenzahnpesto-wird-unkraut-urgesund/) helfen uns, den Bauch und das Befinden wohlig im Gleichgewicht zu halten. Diese Tatsache kennen und nutzen traditionelle chinesische Mediziner (Stichwort TCM), Vertreter der Ayurveda-Lehre und alle Fans der kräuterkundigen Hildegard von Bingen. So kann durch den gezielten Genuss bitter schmeckender Kräuter solchen Zivilisations-Übeln wie Übergewicht, Diabetes oder Koronarerkrankungen wirksam vorgebeugt werden. Und auch bei bereits bestehenden entsprechenden Krankheitsbildern sollen durchaus schon therapeutische Erfolge mit speziell verabreichten Bitterkräutern beobachtet worden sein. Es lohnt sich also, einen tieferen Blick auf dieses Thema zu werfen.

Welche pflanzlichen Bitterstoffe sollte man kennen?

Für eine sinnvolle Nahrungsergänzung mit bitteren Wildkräutern sind die so genannten

1) reinen Bitterstofflieferanten,
2) bitteren ätherische Öle,
3) bitteren Scharfstoffe,
4) Gerbstoffe und
5) bitteren Schleimstoffe

von Bedeutung. Diese fünf Kategorien sollen nachfolgend kurz angerissen werden:

Reine Bitterstoffe

sind enthalten in gelbem Enzian, Tausendgüldenkraut, Fieberklee, Andorn, Benediktinerkraut, Hopfen, Mariendistel, Löwenzahn, Wermut und Condurang. Diese Pflanzen provozieren die Wahrnehmung von „bitter“ im Mund und bringen dadurch sämtliche an der Verdauung beteiligten Drüsen auf Touren. Auch Galle und Leber werden zweckdienlich hochgefahren, wodurch, insbesondere nach einem üppigen Festmahl, Völlegefühl, Fettunverträglichkeit und Blähungen wirksam vorgebeugt werden kann. Interessanter Weise wirken diese Bitterchen aber auch gegen Appetitlosigkeit sowie gegen ein übermäßiges Verlangen nach Süßem. So kann eine erwünschte Gewichtsregulierung auf natürlichste Weise herbeigeführt werden.

Bittere ätherische Öle

liefern uns Basilikum, Bohnenkraut, Rosmarin, Quendel, Lorbeer, Estragon, Liebstöckel, Thymian, Beifuß, Kalmus, Kurkuma, Engelwurz, Anis, Kümmel, Fenchel, Koriander und Dill. Die medizinisch hoch potenten ätherischen Öle sind die natürlichen Feinde von Darmpilzen, schädlichen Bakterien, Fäulniskeimen und sogar von Würmern. Zusätzlich regen sie die Nierenfunktion an und tragen dadurch zu einer milden Blutreinigung bei.

Bittere Scharfstoffe

Diese kleine aber feine Gruppe besteht im Wesentlichen aus Pfeffer, Ingwer und Galgant. Man sagt diesen Gewürzen aus fernen Ländern eine den Kreislauf entlastende Wirkung nach.

Gerbstoffe

Dazu sei die Chinarinde benannt, bei deren Genuss sich buchstäblich alles zusammenzieht. Das bringt die Schleimhäute in Schwung und den Schleim in Fluss, wofür das schwer arbeitende „Reinigungspersonal“ in Magen und Darm enorm dankbar ist.

Bittere Schleimstoffe

Hier finden sich das Isländische Moos sowie viele lösliche Ballaststoffe (http://blog.heimische-wildpflanzen.de/loesliche-ballaststoffe-fuer-gute-darmgesundheit/). Diese Stoffe schmieren den Darm und füttern gleichzeitig die guten Darmbakterien, wodurch die nicht erwünschten schlechten Bakterien auf Dauer aus dem Darm ferngehalten werden können.

Bitterstoffe sind auch für manche Tiere wichtig

So sehr sich unser Darm und unsere gesamte Verdauung über sinnvoll zugeführte wildpflanzliche Bitterstoffe freuen, so notwendig kann es auch für bestimmte Haustiere sein, es sich öfter mal bitter munden zu lassen. So sind es tatsächlich ganz natürliche Heil- und Bitterkräuter, die Reptilien mit empfindlichen Atemwegen, wie z.B. den beliebten Bartagamen, deutliche Linderung bringen. Dazu können Tierärzte und Tierheilpraktiker bei Interesse an entsprechender Futterergänzung nähere Auskünfte geben. Ganz allgemein mag gesagt sein, dass speziell die Bartagamen sich über Acker- und Zaunwinde, Ahornblätter, sämtliche ungiftigen Wildkräuter, Brennesselblüten und -blätter, Gänseblümchen, Giersch, Haselnuss- und Weinblätter, Kapuzinerkresse, Klee, geputztes Kürbisfleisch, Löwenzahn, Okraschoten, Pastinaken, Ringelblumen, Ruccola, Taubnesseln, Vogelmieren, Zucchinistückchen sowie Zuckerrübenblätter im Futternapf freuen.

Und noch ein kleiner Tipp

für Sie, wenn Sie es sich zur Pflege Ihrer Verdauungsorgane mit dem Thema „Bitter macht lustig“ recht einfach machen möchten: Googeln Sie doch mal nach dem Stichwort „Schwedenkräuter“ und kommen Sie auf den bittergesunden Geschmack dieser altbewährten Wildkräutermischung sowie ihrer zahlreichen Zubereitungen. Ihr Darm und Ihre gute Laune werden es Ihnen sicher danken.

– Carina Collany –

Heimische Wildpflanzen als Allwetter-Hobby

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Bei gutem Wetter und guter Gesundheit sind heimische Wildpflanzen für bewegungsfreudige Naturliebhaber ein tolles Freizeit-Thema. Doch wenn es draußen stürmt und schneit, oder wenn man mal nicht so gut zu Fuß oder nicht ausreichend sicher auf den Beinen ist, scheint das herrlich wilde Grün in weite Ferne zu rücken. Glücklicher Weise gibt es aber auch bei ungemütlicher Witterung oder bei eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, heimische Wildpflanzen in den Mittelpunkt des persönlichen botanischen Interesses zu stellen. Was es dabei so alles zu entdecken gibt, soll jetzt kurz angerissen werden.

Heimische Wildpflanzen als Allwetter-Hobby

Wildpflanzen im Bücherregal

Keine Sorge, Sie sollen jetzt hier nicht mit den üblichen Bestimmungsbüchern à la „Was blüht denn da?“ gelangweilt werden. Tatsächlich sind Wildpflanzen ein literarisches Thema, das weit über die bloße botanische Klassifizierung hinausgeht. So sind Wildpflanzen inzwischen längst in den Fokus ganzheitlicher Ernährungswissenschaften gerückt. Diesen aktuellen Trend haben wir hier selbstverständlich auch schon themenbezogen abgebildet, wie Sie bereits in diversen Beiträgen (z.B. hier http://blog.heimische-wildpflanzen.de/wildpflanzen-als-natuerliche-naehrstofflieferanten/#.VRlrA2banFQ oder hier http://blog.heimische-wildpflanzen.de/loewenzahnpesto-wird-unkraut-urgesund/#.VRlrNWbanFQ) lesen konnten. In der Tat bietet der Buchhandel derzeit eine Fülle von durchaus praxistauglichen Werken an, die sich mit Wildpflanzen als natürlicher Nährstoffquelle wahlweise in streng wissenschaftlicher oder in spirituell aufgeschlossener Form auseinandersetzen. Die Lektüre dieser Fachbücher ist jedenfalls ebenso interessant wie lehrreich und insoweit bestens dazu geeignet, eine fröhliche Vorfreude auf die nächste Wildpflanzenwanderung aufkommen zu lassen.

Übrigens: Falls Sie sich gerade mit den Themen Entgiftung und Entschlackung befassen, könnte eine häusliche Lesestunde unter der Überschrift „Green Detox“ genau das Richtige für Sie sein.

Wildpflanzen im eigenen Archiv

So gut wie alle Wildpflanzenliebhaber bringen von ihren Exkursionen selbst geschossene Fotos und/oder selbst gesammelte Pflanzenteile mit. Diese floralen „Beutestücke“ bedürfen selbstverständlich allesamt der sorgfältigen Archivierung. Die Bilder sind zu sichten und zu sortieren, die gepflückten Pflanzen müssen gepresst, getrocknet oder anderweitig konserviert werden. Das sind Tätigkeiten, die Freude machen, die aber auch ihre Zeit brauchen. Was bietet sich dazu besser an als ein trüber Regentag, bei dem man ohnehin keinen Hund vor die Tür jagen würde? So wird schlechtes Wetter zum guten Grund, die eigene Wildpflanzensammlung auf Vordermann zu bringen.

Wildpflanzen als Shikishi-Motiv

Mögen Sie Lyrik? Oder sind Sie vielleicht sogar aktiv oder passiv der japanischen Kunst des Haiku zugetan? Dann bieten Ihnen Ihre eigenen vier Wände die meditative Möglichkeit, mit Ihren eigenen Wildpflanzenfotografien ein so genanntes Shikishi zu erschaffen. Dazu brauchen Sie einen großzügig großen Papierabzug Ihres Lieblings-Wildpflanzenfotos, eine Mußestunde und einen Musenkuss. Während Sie die Ästhetik Ihres Fotos losgelöst von allen Alltagssorgen auf sich wirken lassen, wird Ihnen ein dazu passendes stimmungsvolles Gedicht zufliegen (es muss ja nicht unbedingt ein Haiku sein), welches Sie dann in Ihrer Schönschrift mit einem geeigneten Marker auf das Foto schreiben. Fertig ist das Shikishi. Das können Sie dann für eine stilvolle heimische Dekoration hernehmen, oder als Geschenk einrahmen, oder für Ihren persönlichen Gedichtband vorbereiten, oder … oder was Ihnen sonst gut gefällt. In japanisch orientierten Wohnstuben werden Sie häufig auf solche Shikishi treffen, die regelmäßig neu erfunden und dann frisch ausgewechselt werden. Eine fernöstliche Deko-Idee mit vielen wandlungsfähigen Gesichtern.

Das waren nur drei von vielen möglichen Vorschlägen, auch an trüben Tagen oder in Zeiten eingeschränkter körperlicher Beweglichkeit die Magie heimischer Wildpflanzen auf sich wirken zu lassen. War da schon etwas für Sie dabei? Das wäre schön. Und sollten Sie eine weitere Anregung mit der Wildpflanzen-Community teilen wollen, dann freuen wir uns sehr auf Ihren entsprechenden Kommentar.

– Carina Collany –