GASTARTIKEL: Wasserfeder

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WasserfederMan sollte es nicht glauben, aber die Wasserfeder (Hottonia palustris) gehört zu den Primelgewächsen. Sie sieht nicht nur ganz anders aus als unsere Gartenprimeln, sie ist auch die echte Wasserpflanze dieser Pflanzenfamilie. Sie wird daher auch Wasserprimel genannt. Heimat der Wasserfeder ist das klimatisch gemäßigte Europa und Sibirien. Sie wächst in stehenden und langsam fließenden Gewässern, vor allem in Altarmen, Teichen und entlang von Erlen-bestandenen Gewässerufern. Dabei können diese Gewässer auch für einige Zeit trockenfallen. Das übersteht die Wasserfeder meist schadlos; dagegen reagiert sie sehr empfindlich auf Wasserverschmutzungen. Man findet sie nur in der norddeutschen Tiefebene noch häufiger. In Süddeutschland ist die Wasserfeder dagegen selten.

Die Wasserfeder bildet in der Flachwasserzone stehender Kleingewässer dicht über dem Gewässergrund kriechende Ausläufer und aufrecht stehende, beblätterte, bis zu 1 m lange Stängel, die weit über die Wasseroberfläche hinausragen können. Die Unterwasserblätter sind sehr fein, ein- bis zweifach gefiedert und stehen etagenweise zu Quirlen gehäuft, zum Teil aber auch wechselständig rund um die Stängel. Aus den obersten Laubblättern steigt der Blütenstand empor. Der Blütenstand setzt sich aus bis zu 9 Blütenquirlen zusammen. Die hell blass-rosa oder weiß gefärbte, fünfzählige Blütenkrone hat einen Durchmesser von etwa 2,5 cm. Der Blütenschlund ist gelb gefärbt. Der grüne Blütenkelch ist kürzer als die Blütenkrone. Die Blütezeit fällt je nach den klimatischen Standortverhältnissen in die Monate April bis Juni.

Im Gartenteich ist die Wasserfeder nicht ganz einfach zu halten. Man pflanzt sie an einer halbschattigen Stelle in ein möglichst kalkarmes oder kalkfreies Substrat in einer Wassertiefe von 20 bis 60 cm. Sie wird dann bald am Teichgrund Wurzeln schlagen und eine Unterwasserrosette gefiederter Blätter bilden. Damit sie sich nicht in der ganzen Fläche unkontrolliert ausbreitet, kann man sie in eine flache Schale mit einem Gemisch aus Lauberde und Torf oder Kokosfaser setzen. Die Wasserfeder verträgt keine anderen Pflanzen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Daher gibt man ihr einen Platz, wo sie als Solitärpflanze besonders gut zur Geltung kommt. Im Gartenteich wird die Wasserfeder allerdings nur selten blühen, besonders dann nicht, wenn die Wasserfeder zu tief im Wasser steht. Die Wasserfeder bildet im Spätherbst Winterknospen, aus denen dann im darauffolgenden Frühjahr neue Pflanzen hervorgehen. Die Wasserfeder lässt sich durch Teilung des Rhizoms oder mit Hilfe ihrer Winterknospen vermehren.

Quelle: http://www.gartenteich-ratgeber.com/pflanzen/untergetauchte/wasserfeder.html

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