Flora & Fauna

Was uns die Wiese jetzt im Winter schenkt

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Natürlich ist mir unbekannt, in welcher Gegend Sie leben – doch in weiten Teilen Deutschlands sind gegenwärtig, da der Schnee sich zurückzog, die Wiesen wieder grün und wir finden noch Wildkräuter, die unsere Mahlzeiten nicht nur bereichern, sondern uns in der dunklen Jahreszeit auch „Licht zum Essen“ schenken, sofern wir sie innerhalb von 12 Stunden nach dem Pflücken essen. Dass dies der Fall ist merken Sie spätestens daran, wie Sie sich nach dem Verzehr besser fühlen und Ihr Körper in jeder Hinsicht einfach prima funktioniert.

Was uns die Wiese jetzt im Winter schenkt

Wir finden noch Taubnesseln und Spitzwegerich. Wir finden auch Labkraut und Vogelmiere an geschützten Stellen. Selbst Sauerampfer, Blutampfer und Gartenkresse sind pflückbar. Doch wunderbar schmeckt um diese Jahreszeit das Wiesenschaumkraut. Die kleinen Blättchen erinnern ein wenig an den Geschmack von Kresse.

Ganz fein geschnitten mit einer Gabel in weiche Butter mit etwas Meersalz gedrückt – einfach nur köstlich als Brotaufstrich oder als rohe Suppenbeigabe nach dem Kochen.

Sollten Sie grüne Smoothies mögen, dann mischen Sie das Grün mit Papaya, reifen Khaki, Avocado und frischem Grünkohl oder frischem Spinat. Klingt vielleicht etwas ungewöhnlich? Probieren Sie es aus – das Mischungsverhältnis der Zutaten richtet sich nach Ihren ganz persönlichen Vorlieben.

Auch wenn Sie beim Waschen und Verlesen etwas mehr Sorgfalt walten lassen müssen als bei Gekauftem – die Mühe lohnt sich. Und beim Sammeln bekommen Sie gleich noch die gewollte Tagesration Frischluft.

Sie kennen die Pflanzen nicht? Dann bitte den Namen und dahinter „Bild“ in Google eingeben – schon erhalten Sie solch einen Überblick, so dass die Pflanzen unverwechselbar sind.

Also – worauf warten Sie?

Viel Freude beim Austreiben des Winterblues

wünscht Ihnen

Jasmin

Springkraut und Co. – Exoten machen es heimischer Flora schwer

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Springkraut und Co. – Exoten machen es heimischer Flora schwerGärtner haben immer das Bestreben, etwas Besonderes an den Hobbygärtner bzw. die Gärtnerin zu bringen. Das Gewöhnliche kennt ja bereits fast jeder und ist daher nicht sonderlich gefragt. Das Besondere ist in diesem Fall immer das, was hierzulande eigentlich gar nicht wächst und somit im eigenen Garten für ganz besondere Aufmerksamkeit sorgt. Zu den aktuellen Besonderheiten gehören unter anderem der Purpurrote Sommerflieder oder die Kanadische Goldrute. Die Goldrute überzeugt unter anderem durch enorme Wuchshöhen und durch ihre späte Blüte.
Der Schmetterlingsflieder ist ebenfalls gern in Deutschlands Gärten gesehen, denn er bringt den Frühling noch einmal in den Garten zurück, wenn die anderen Frühlingsfarben schon verblasst sind. Die zahlreichen Schmetterlinge, die es auf den Nektar der Pflanze abgesehen haben, sind ein zusätzlich sehenswertes Schauspiel.

Der Haken an solchen Pflanzen: Sie bleiben in der Regel nicht in den Gärten, sondern wildern aus. Man findet sie früher oder später auch am Wegesrand, im Wald oder auf dem Feld. Das mag zwar schön aussehen, jedoch kommt das heimische Ökosystem durcheinander. Die hier vorkommende Flora wird drastisch in Mitleidenschaft gezogen.

Das Drüsige Springkraut als exotisches Beispiel

Das werden Sie garantiert auch kennen: das Drüsige Springkraut mit seinen roten, rosa oder weißen Blüten. Seine Heimat liegt aber nicht hier am Wegesrand, sondern im Himalaya.
Auffallend ist die Verbreitung der Samen, die durch einen Schleudermechanismus der Pflanze fortgetragen werden. Dazu reicht schon eine Berührung oder ein Regentropfen. Die Schleuderwirkung ist immens: Bis zu sieben Meter können die Samenkörner durch die Gegend katapultiert werden. Da wundert es nicht, dass sich eine solche Pflanze schnell verbreitet.
Im Fall des Springkrautes gibt es, wie bei vielen anderen Pflanzen, auch natürliche Grenzen in Form von klimatischen Bedingungen. Im warmen Süden hätte das Drüsige Springkraut beispielsweise einen schweren Stand.

Eingeschleppte Pflanzen

Schon vor tausenden von Jahren wurden die ersten exotischen Pflanzen eingeschleppt. Damals wurde wichtiges Saatgut von Land zu Land transportiert, etwa für den Anbau von Getreide. Dies war nicht immer ganz frei von fremden Samen, sodass sich diverse Pflanzen langsam ausbreiten konnten.
Im Zeitalter der Kolonialisierung breitete sich dieses Phänomen noch weiter aus, denn nun kamen immer mehr Samen ins Spiel, die immer weiter transportiert wurden. Die Entdeckung Amerikas sorgte noch einmal für „Zuwachs“ an neuen Pflanzen im westlichen Europa.
Einige Pflanzen wurden natürlich auch ganz gezielt aus fernen Ländern mitgebracht, wenngleich ihr Zweck zunächst ein anderer war. Beispielhaft sei hier die Kartoffel genannt. Sie war zunächst wegen ihrer hübschen Blüte als Zierpflanze beliebt, erst später erkannte man das wahre Potenzial als Nahrungsmittel. Ähnlich hat es sich auch mit der Tomate verhalten. Es waren also auch früher schon Gärtner, die für neue Pflanzen im Land sorgten und somit teilweise auch Geschichte schrieben.

Probleme durch exotische Pflanzen

Die Armenische Brombeere ist bei Gärtnern und Gartenfreunden sehr beliebt, da die Früchte besonders groß ausfallen. Diese aus dem nördlichen Iran stammende Pflanze verbreitet sich derzeit sprichwörtlich „wie Unkraut“. Vögel fressen die Früchte und verbreiten über ihren Kot die Samen. Dort, wo der Samen in den Boden kommt, wächst auch meist eine neue Pflanze.
Die Armenische Brombeere raubt dort, wo sie wächst, der einheimischen Flora den natürlichen Lebensraum und verdrängt sie.

Eine andere Problempflanze, die ebenfalls zu den Exoten gehört, ist der Riesen-Bärenklau. Er breitet sich in ganz Europa stark aus und ist eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Die Säfte des Bärenklaus bilden zusammen mit dem UV-Licht der Sonne Gifte, die auf der Haut schwere Verbrennungen erzeugen. Die Wunden heilen im Allgemeinen sehr schlecht ab.

Landwirtschaft bringt Vögel um

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Landwirtschaft bringt Vögel umIn der Radboud-Universität in Nimwegen hat man erschütterndes herausgefunden, als man das durchaus umstrittene Pestizid Imidacloprid genauer unter die Lupe nahm. Die Forscher der Universität fanden heraus, dass bereits eine Konzentration von mehr als 20 Billionstel Gramm pro Liter Wasser dafür sorgt, das die Anzahl der Vögel im Jahr um 3,5 Prozent zurückgeht. In der konkreten Beobachtung ging es dabei um Stare und Schwalben. Viele dieser Arten und Unterarten ernähren sich ausschließlich von Insekten und füttern auch ihren Nachwuchs damit.

Indirektes Töten durch die Landwirtschaft

Man will und soll der Landwirtschaft bezüglich der Vögel keine bösen Absichten unterstellen. Das Leiden der Vögel geschieht gewissermaßen auf einem Umweg. Das Pestizid Imidacloprid greift das Nervensystem von Insekten an, soll aber für Säugetiere und Vögel ungefährlich sein.
Allerdings wird den Vögeln durch die Verwendung des Giftstoffes auf Dauer ein wesentlicher Teil ihrer Nahrungsgrundlage entzogen. Das Pestizid unterscheidet nämlich in keiner Weise, ob es sich um so genannte Schädlinge (aus Sicht der Landwirtschaft) handelt oder um harmlose Insektenformen. Sämtliche Formen können über einen langen Zeitraum vom Pestizid angegriffen und vernichtet werden.

Pestizid nimmt viele Wege

Nicht nur beim Aufbringen auf die Felder verbreitet sich das Pestizid, sondern auch noch danach. Der Giftstoff selbst wird von den Äckern der Landwirtschaft durch den Regen bis ins Grundwasser transportiert. In diesem Zuge sind wiederum viele Insekten, die im Boden leben, dem Tod geweiht. Die Belastung durch das Pestizid steigt sogar von Jahr zu Jahr an, denn die Wirkung des Giftstoffes halbiert sich nur rund alle zweieinhalb Jahre. Wird jährlich neuer Giftstoff aufgebracht, entwickelt sich das Feld und der darunter liegende Boden zu einem hochgiftigen Areal.

Studie weist unmittelbare Zusammenhänge nach

Hier geht es nicht um Vermutungen, sondern um Tatsachen. In den Niederlanden hat man neben den Studien rum um das Pestizid Imidacloprid auch die Entwicklung der Singvögel in den betroffenen Gebieten untersucht und diese dann mit „giftfreien“ Gebieten verglichen. In sieben Jahren Forschung zeigte sich dann ganz eindeutig, dass zwischen der ständigen Verringerung des Vogelbestandes und der Aufbringung des Pestizids ein direkter Zusammenhang besteht.

In neuester Studie geht es nun um die Wirkung auf Bienen, die in ersten Ansätzen bereits für Beunruhigung sorgte. Bienen verlieren schon bei geringsten Mengen des Pestizids die Orientierung und finden teilweise nicht zurück zu ihrem Stock.