Vegan – gut oder schlecht für die Gesundheit?

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Vegan – gut oder schlecht für die Gesundheit?
Vegan – gut oder schlecht für die Gesundheit?

So verschieden die Beweggründe für eine vegane Ernährung auch sein mögen, Einigkeit besteht in der Ablehnung, Tiere für die Ernährung von Menschen zu töten oder auszunutzen. Aber kann durch eine vegane Ernährung, völlig ohne tierische Produkte, die notwendige Nährstoffversorgung des menschlichen Organismus sichergestellt werden?

Die Grundlagen des Veganismus

Die Entscheidung, sich vegan zu ernähren, kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Für einige Menschen gibt es ethische, für andere wiederum ökologische oder gesundheitliche Gründe. Unter Veganismus versteht man eine Einstellung und Lebensweise, die jede Form der Ausbeutung und Tötung von Tieren für Lebensmittel, Kleidung und andere Zwecke ablehnt.
In der veganen Ernährung werden, ausgehend von diesen Grundsätzen, keine tierischen Lebensmittel oder Nebenprodukte konsumiert. Damit grenzt sich der Veganer auch klar vom Vegetarier ab, welcher zwar ebenfalls kein Fleisch isst, aber durchaus tierische Erzeugnisse, wie beispielsweise Eier, Milch und Honig zu sich nimmt.

Vegane Ernährung und ihre positiven gesundheitlichen Aspekte

Eine sorgfältig geplante vegane Ernährung kann einen Schutz vor Fettleibigkeit, Herz-und Nierenerkrankungen, Krebs und rheumatoide Arthritis bieten. Voraussetzung dafür ist allerdings eine ausgewogene Ernährung, die reich an Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Omega 6 Fettsäuren, Carotinoiden, Vitamin C und E, Kalium und Magnesium ist. Verschiedenen Studien zeigen, dass der Gesundheitszustand von Veganern im Allgemeinen besser ist als bei Menschen, die auch tierische Produkte zu sich nehmen. Als Hauptargument für diese Ergebnisse werden häufig die negativen Einflüsse von tierischen Eiweißen angeführt. Umstritten ist allerdings noch immer, ob der bessere Gesundheitszustand generell mit der veganen Ernährung oder mit den weiteren Lebensumständen im Zusammenhang steht.

Vegane Ernährung und mögliche gesundheitliche Risiken

Durch eine vegane Ernährung kann es auf Grund des vollständigen Verzichts auf tierische Lebensmittel zu einer verringerten Aufnahme von Mikronährstoffen kommen, insbesondere von Vitamin B12, Eisen, Vitamin D, Kalzium, Jod und Omega-3-Fettsäuren. Dies kann nur durch eine ausgewogene vegane Kost verhindert werden und erfordert ein umfangreiches Ernährungswissen. Da ein Nährstoffmangel zunächst nur schwer zu erkennen ist, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden und Erkrankungen führen. Daher sollten Veganer vor allem ihren Vitamin B12-Level regelmäßig überprüfen lassen und falls notwendig angereicherte Nahrungs- oder Ergänzungsmittel zuführen.
Auf Grund der bekannten Risiken wird auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine rein vegane Ernährung für keine Altersgruppe empfohlen, vor allem bei Kindern, Schwangeren und Jugendlichen wird sogar dringend davon abgeraten.

Zusammenfassung

Eine vegane Ernährung, die dem Körper alle notwendigen Nährstoffe liefert, ist zwar prinzipiell möglich, bedarf aber einer strengen und bewussten Planung der Ernährung. Die Entscheidung für oder gegen eine Nahrungsumstellung muss letztlich jeder für sich selbst treffen. Aus gesundheitlicher und vor allem ethischer Sicht scheint der zusätzliche Aufwand aber durchaus vertretbar.

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