Eingeschleppte Pflanzen und Tiere bedrohen Artenvielfalt

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Eingeschleppte Pflanzen und Tiere bedrohen ArtenvielfaltSeit Menschen reisen, schleppen sie auch immer wieder fremde Pflanzen und Tieren in ihre Heimatregionen ein. Mittlerweile entpuppt sich aber dieses konsequente Einschleppen fremder Sorten als echte Gefahr für die Artenvielfalt in Flora und Fauna Mitteleuropas.
Die Europäische Umweltagentur mit Sitz in Kopenhagen bringt es ganz nüchtern und erschreckend auf den Punkt: Der Schaden durch die eingeschleppten Arten beziffert sich bereits jährlich auf rund 12 Milliarden Euro, Tendenz steigend. Dazu ist auch vermehrt mit gesundheitlichen Schäden beim Menschen zu rechnen.

Die ersten Probleme durch eingeschleppte Pflanzen sind nicht neu

Nun sind die ersten eingeschleppten Pflanzen schon lange Zeit in unseren Regionen angesiedelt und daher ist vielen gar nicht bewusst, dass es sich um eingeschleppte Pflanzen handelt. Beispielhaft soll einmal der Japanische Staudenknöterich genannt sein, der so stark wuchert, dass einheimische Pflanzen keinen Platz zum Überleben haben. Der Riesen-Bärenklau verursacht mitunter starke Hautreizungen bei Berührung und die Beifuß-Ambrosie ist ein Problem für Allergiker.

Konkrete Gesundheitsbedrohung für den Menschen

Nicht nur die Pflanzen, sondern auch Tiere machen Probleme. Die asiatische Tigermücke etwa ist ein Überträger des Dengue-Fiebers, einer Tropenkrankheit. Man findet diese Mücken besonders in den Bereichen, wo mit Autoreifen gehandelt wird.
Nicht nur Menschen sind durch eingeschleppte Tiersorten bedroht, sondern auch andere Tiere, insbesondere gefährdete Arten. Von insgesamt aktuell 395 gefährdeten Tierarten sind alleine 110 Arten durch eingeschleppte Tiere bedroht.

Positive Aspekte

Bei all den lauernden Gefahren sollen aber auch die positiven Eigenschaften nicht außer Acht gelassen werden. Denn nicht alle Arten fremder Pflanzen und Tiere, die eingeschleppt werden, kommen zufällig. Diese „Verschleppung“ wird in diversen Fällen auch ganz gezielt vorgenommen, etwa um natürliche Mittel zur Schädlingsbekämpfung zu erhalten. Auf diesem indirekten oder auf andere direkte Wege tragen fremde Arten auch zur Verbesserung der Nahrungsmittelproduktion bei und könnten daher der Schlüssel für die Probleme der nächsten Jahrzehnte sein.

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