Pflanzenwissen

GASTARTIKEL: Pflanzen richtig gießen

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Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Pflanzen zu gießen? Welche Pflanze muss wann und mit wie viel Wasser begossen werden? Wie oft soll man am besten den Rasen besprengen? Dieser Artikel klärt auf und hilft dabei, Fehler bei der Gartenbewässerung zu vermeiden. Wenn der Boden am kühlsten ist, ist laut Experten, der beste Zeitpunkt zum Gießen. Dieser Zeitpunkt liegt zwischen drei und fünf Uhr morgens.

Pflanzen richtig gießen - Als Faustegel für die Gießmenge gilt: je größer die Blätter, desto höher der Wasserbedarf.
Pflanzen richtig gießen – Als Faustegel für die Gießmenge gilt: je größer die Blätter, desto höher der Wasserbedarf.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gießen?

Wer an warmen Tagen nicht freiwillig so früh aufstehen will, soll sich am besten einen Bewässerungscomputer zulegen. Denn es ist besser, früh morgens zu wässern, denn abends. Mittags zu wässern ist Ressourcenverschwendung. Denn durch die Hitze sind der Boden und die Luft so heiß, dass das Wasser schnell verdampft eh es die Wurzel der Pflanzen erreicht. Am Abend ist die Hitze des Mittags noch in dem Boden, sodass ein Großteil der Feuchtigkeit direkt verdunstet. Sollte der Boden doch nicht so heiß sein und die Feuchtigkeit annehmen, werden die Schnecken davon angelockt, die den Pflanzen gefährlich werden können.

 

Wann bewässern, wenn Pflanzen schlappe Blätter haben?

Um sich vor der Wassermangel im Boden und starker Sonneneinstrahlung zu schützen, lassen die Pflanzen ihre Blätter schlapp hängen, um die Oberfläche, die von der Sonne bestrahlt wird, zu verringern. Dadurch sparen die Pflanzen Wasser ein und warten bis zum Sonnenuntergang, um ihre Blätter wieder aufzurichten.

In solchen Fällen sollte der Gärtner, die Pflanze auch, wenn es gut gemeint ist, auf keinen Fall bewässern. Wenn es Mittag ist, besser abwarten und beim Sonnenuntergang oder bestenfalls am nächsten Tag früh morgens gießen. Hängen die Blätter am nächsten Tag, dann hat die Pflanze nicht genug Feuchtigkeit abbekommen und braucht noch mehr Wasser. Doch wie viel Wasser braucht welche Pflanze?

 

Wie oft soll man bewässern?

Die Wurzeln einer Pflanze, die erst mal Fuß gefasst hat, wachsen zum Wasser. Mit dem Absinken des Wassers in den Boden, wachsen die Wurzel Richtung unten. Das heißt, dass der Gärtner dies zulassen soll, indem er nicht ständig den Gartenboden oberflächlich feucht hält. Dieses Vorgehen verwöhnt die Pflanzen und dadurch bedingt benötigen die Pflanzen an heißen und trockenen Tagen mehr Wasser.

 

Welche Pflanze braucht wie viel Wasser?

 

Blumen

Der Bedarf an Flüssigkeit einer Pflanze ist abhängig von der Bodenart und der Pflanze. Grundsätzlich brauchen Pflanzen, die in der Sonne stehen, mehr Wasser als Schattengewächse.
Neu gepflanzte Keimlinge, Sonnenblumen oder Stauden benötigen in den ersten Wochen täglich Wasser, um reichlich Wurzeln zu bilden. Danach erst wieder begießen, wenn der Boden trocken ist.

Rhododendren lieben feuchten Boden. Deswegen sollen sie häufiger, aber mit wenig Wasser gegossen werden als bei anderen Pflanzen.

Rosenbeete können die ganze Sommersaison ohne Bewässerung auskommen. Und wenn sie doch begossen werden sollen, dann von unten gießen und nicht auf die Blätter, denn feuchte Blätter sind anfällig für Pilzkrankheiten. Auch mediterrane Pflanzen überstehen mit wenig Feuchtigkeit einige trockene Tage. Orchideen sollen erst gegossen werden, wenn das Substrat trocken ist.

 

Topfpflanzen

Topfpflanzen benötigen regelmäßig Wasser, da sie weniger Erde umgibt, die das Wasser speichert. Am heißen Tagen unbedingt jeden Tag wässern. Die Töpfe aus Kunststoff heizen sich nicht so schnell auf wie die aus Terrakotta und speichern daher weniger Hitze.
Es gibt Blumenkästchen mit eingebauten Bewässerungssystemen, die das Gießen regulieren, wenn man selber keine Zeit hat. Hilfsreich ist auch ein Füllstandanzeiger bei Unsicherheit was die Menge an Wasser für die Pflanze angeht. Wichtig ist auch, dass die Töpfe Löcher besitzen, wodurch überflüssiges Wasser abfließen kann.

Der Boden verliert durch das ständige Gießen an Nährstoffen, darauf können gelbe Blätter bei Pflanzen hindeuten. Daher ist es auch wichtig, die Topfpflanzen regelmäßig zu düngen. Auch vor dem Gießen soll erst der Boden angefeuchtet werden und nach ein paar Minuten erst richtig gießen. So wird sichergestellt, dass das Wasser besser eindringen kann.
Bevor ein erneuerter Gießvorgang durchgeführt wird, soll die Erde in den Gefäßen vollständig abgetrocknet sein. Wenn die Pflanzen ständig unter Wasser stehen beginnt die Erde zu riechen und Wurzeln verfaulen. Verfaulte Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze stirbt letztendlich.

 

Rasen

Pflanzen mit einem flachen Wurzelsystem, wie der Rasen, müssen häufiger bewässert werden. Bei einer drohenden Hitze ist es sinnvoll, den Rasen nicht allzu kurz zu schneiden. Der Schnitt soll nicht in einem Korb aufgefangen werden, sondern auf dem Rasen bleiben und diesen dann als Mulch zur Speicherung von Feuchtigkeit sowie vor Austrocknen schützen.

Selbst nach einem Gewitterregen soll am besten nachgegossen werden. Der Regen befeuchtet oftmals nur die Erdoberfläche. Der Rasen absorbiert Wasser bei hoher Luftfeuchtigkeit besser.

 

Wie soll man am besten bewässern?

Sommerblumen und Gehölze sollten maximal einmal pro Woche bewässert werden. Dabei kommt es auf die Pflanze sowie auf die Bewässerungsart an.

Bei lehmigen Böden, die schlecht das Wasser aufnehmen, bestenfalls das Wasser langsam in den Boden einsickern lassen, damit der Boden das Wasser auch halten kann. Eine Bewässerung funktioniert in diesem Fall mit einer Schlauch und einem Sprenger am besten. Der Wassersprenger verteilt das Wasser gleichmäßiger als eine Gießkanne. Anders als diese verdichtet der Wassersprenger nicht den Boden und das Wasser sickert besser im Boden ein.

 

Welche Bewässerungsarten gibt es?

 

Furchenbewässerung

Bei der Furchenbewässerung werden einzelne Furchen zwischen den in Reihe gesetzten Pflanzen mit Wasser gefüllt.

VORTEILE
• Genug Wasser für jede Pflanze
• Mehrfachnutzung des Wassers

NACHTEILE
• Starke Versickerung
• Sehr zeitaufwändig

 

Flächenbewässerung

Ähnelt die Beckenbewässerung, nur das die Fläche wesentlich größer ist. Das Wasser fließt während der Versickerung nicht mehr, sondern bedeckt ein ebenes Gebiet von bis zu 20 ha. (Quelle: Wikipedia)

VORTEILE
• Kostengünstig
• Nicht sehr aufwändig

NACHTEILE
• Verdunstet sehr schnell
• Ebener Boden benötigt
• Starke Versickerung
• Beregnungsbewässerung

 

Beregnungsbewässerung

Ob mittels teilortsfester oder vollbeweglicher Anlagen lassen sich Regenleitungen flexibel im Bestand bewegen. Hierzu zählen auch Kreisbewegungen, bei denen ein Regenwagen an Seilen durch den Bestand gezogen wird. (Quelle: Wikipedia)

VORTEILE
• Gleichmäßige Beregnung
• Zeit- und Arbeitsersparnis und
• Einfache Installation

NACHTEILE
• Hohe Energiekosten
• Bei Wind ist die Verteilung nicht gleichmäßig
• Tropf- und Mikrobewässerung

 

Tropf- und Mikrobewässerung

Mikro- und Tröpfchenbewässerung sind das sparsamste aller Bewässerungsverfahren, da nur ein kleiner Teil des Bodens mithilfe von verlegten Schläuchen und installiertem Tropfe das Wasser direkt zur Wurzel der Pflanze zugeführt wird. (Quelle: Wikipedia)

VORTEILE
• Verlustfreier Wasserbrauch
• Gezieltes Zufuhr von Chemikalien

NACHTEILE
• Teuer und aufwändig
• Verstopfung des Rohrs
• Der optimale Boden

 

Der optimale Boden

Wer einen Garten besitzt, der weiß, dass zum Bewässern mehr gehört als nur zum Gießen. Man muss auch den Boden optimal für die Pflanzen vorbereiten. Durch das Mulchen wird der Boden dazu gebracht, mehr Feuchtigkeit aufnehmen und diese für eine längere Zeit speichern zu können.
Mit einer Schuffel werden die Kapillaren, die den Aufstieg des Wassers von unten nach oben ermöglichen, zerstört. Das Wasser verdunstet nicht mehr an der Oberfläche und kann von den Wurzeln genutzt werden. Wenn man regelmäßig die Schuffel durch die Erde im Garten schiebt, hilft es nicht nur dem Boden länger feucht zu bleiben, sondern hindert den Zuwachs von Unkraut.

 

Automatische Bewässerung

Wer sich das manuelle Gießen handlich ersparen will, legt sich eine Bewässerungsanlage zu. Ein Bewässerungscomputer in Zusammenarbeit mit ein Schlauchsystem steuert und verwaltet die Programme, die der Gärtner eingestellt hat. Durch die Einstellung der Bewässerungszeiten muss man selbst nicht mehr in den frühen Morgenstunden zum Gießen der Pflanzen aufstehen. Sensoren, wie etwa der Regensensor oder Bodenfeuchtigkeitssensor, übernehmen bei Anschluss an einem Bewässerungssystem die Kontrolle über die Bewässerungszeiten. So entscheiden sie, ob eine anstehende Bewässerung abgebrochen wird oder ob die Wasserzufuhr fortgeführt werden soll.

GASTARTIKEL: Kräutergarten anlegen und gestalten

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Welcher Hobbykoch träumt nicht von seinem eigenen Kräutergarten, durch den er seine Speisen jederzeit und bestens würzen kann. Viele schrecken allerdings vor dem angeblich großen Aufwand, den der Bau eines Kräutergartens machen soll, zurück. Doch eigentlich ist so ein Kräutergarten ziemlich schnell und einfach errichtet. In wenigen Schritten ist das eigene Beet gebaut und wirklich viel zu beachten gibt es auch nicht. Wir haben die wichtigsten Punkte beim Bau eines Kräutergartens für euch zusammengesucht und erklären euch Schritt für Schritt, wie Ihr diesen anlegt.

Kräutergarten anlegen und gestalten
Kräutergarten anlegen und gestalten

Der richtige Standort ist entscheidend

Bevor ihr mit der Arbeit beginnt, solltet ihr euch erst mal über den richtigen Standort für euren Kräutergarten im Klaren sein. Dieser ist jedoch nicht wahllos zu bestimmen, sondern hängt von der Art der Kräuter ab, die ihr anpflanzen möchtet. Handelt es sich dabei um mediterrane Pflanzen, wie Rosmarin, Oregano, Dill oder Basilikum, benötigt das Beet einen warmen und sonnigen Standort. Nur so können sich die ätherischen Öle und Wirkstoffe in den Blättern bilden. Andere Kräuter, wie Schnittlauch, Petersilie oder Bärlauch, können auch an halbschattigen Standorten angelegt werden. Allerdings muss der Boden hier humusreich und tiefgründig sein.

Passendes Material fürs Kräuterbeet

Nachdem ihr euch für einen Standort entschieden habt, geht es daran, die richtigen Materialien zu besorgen. Neben den Samen oder bereits gekeimten Kräutern müsst ihr euch ebenfalls für die Art entscheiden, wie ihr euren Kräutergarten anlegt. Soll es sich hierbei um eine Beeteinfassung handeln oder soll der Kräutergarten lieber mit Steinen oder einem Staketenzaun umrandet werden? Die richtigen Materialien für Holzbauten findet ihr beispielsweise unter https://www.staketenzaun.biz/.

Schritt für Schritt zum eigenen Kräutergarten

1. Steckt zunächst die vorgesehene Fläche mit vier Pfählen und einer Schnur ab.
2. Anschließend geht es daran, die Erde gut 15 bis 20 Zentimeter tief auszuheben.
3. Befreit die ausgehobene Erde von Unkraut.
4. Mischt Humus unter die Erde und streut zusätzlich diesen direkt in die ausgehobene Grube.
5. Mithilfe von Kieselsteinen beugt ihr einer Verdichtung des Erdreiches und Staunässe vor.
6. Als Nächstes baut ihr eure individuelle Umrandung aus Steinen oder Holz.
7. Füllt anschließend die mit dem Humus aufbereitete Erde zurück ins Beet. Allerdings nur so hoch, dass ihr fünf Zentimeter Platz an der oberen Kante lasst.

Kräuterbeet bepflanzen

Bauen könnt ihr euren Kräutergarten das ganze Jahr über. Bepflanzt wird dieser aber immer erst im Frühjahr. Was ihr beim Bepflanzen noch beachten müsst, verrät euch die folgende Aufzählung:
• Achtet bei einem gemischten Kräutergarten vor allem auf den richtigen Standort von mediterranen und anderen Kräutern.
• Errichtet zudem eine eindeutige Abgrenzung der einzelnen Kräuterarten, um diese später besser unterscheiden zu können.
• Haltet einen gewissen Abstand zwischen den Pflanzen ein und gebt schnell wachsenden Kräutern etwas mehr Platz sich zu entfalten.
• Arbeitet sowohl im Frühjahr als auch im Spätsommer erneut Humus in das Kräuterbeet ein.
• Auch Steinmehl oder Dung dienen als Nährstofflieferant.

Wie ihr seht, ist der Aufwand für einen Kräutergarten gar nicht so hoch, wie er auf den ersten Blick wirkt. Bedenkt vor allem immer, welchen Nutzen ihr davon habt. Nicht nur Hobbyköche profitieren von eigenen Kräutern, um ihre Leckereien nach Belieben zu würzen.

Tee: Vorsicht vor Schadstoffbelastung

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Tee soll nach Meinung von Teeliebhabern nicht nur gut schmecken und entspannen, er soll auch der Gesundheit dienlich sein. Letzteres Kriterium erfüllt allerdings längst nicht jeder Tee, da nach aktuellen Erkenntnissen der Stiftung Warentest gerade viele Kräutertees mit Schadstoffen belastet sind. In vielen Fällen geht es um Pflanzengifte, sogar in Baby-Biotee wurde bereits Pflanzengift gefunden. Der Schwarze Tee gehört ebenfalls zu den besonders oft betroffenen Teesorten.

Tee Vorsicht vor Schadstoffbelastung
Tee Vorsicht vor Schadstoffbelastung

Das sind die meist getrunkenen Teesorten in Deutschland

Pfefferminz, Kamille und Fenchel sind die Klassiker und Lieblinge der Deutschen, dazu kommen noch einige Mischungen. Insgesamt hat die Stiftung Warentest 64 Tees unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Fast alle Pfefferminz- und Fencheltees waren ohne Befund. Kräutermischungen und Kamillentee waren sehr häufig mit Schadstoffen belastet.

Woher kommen die Schadstoffe im Tee?

Das Problem sind Wildkräuter auf den Teefeldern. Einige von diesen Wildkräutern (unter anderem Greiskraut und Jakobskreuzkraut) enthalten Pyrrolizidinalkaloide, kurz PA. Durch die maschinelle Ernte der Teepflanzen gelangen die Wildkräuter dann schließlich mit in den späteren Tee.

Welche Wirkung können die Schadstoffe haben?

Die PA sind natürliche Gifte der Pflanze, mit denen sie Fraßfeinde abhalten wollen. Wird PA nun von Erwachsenen und Kindern regelmäßig und über einen längeren Zeitraum aufgenommen, dann kann dies zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Es besteht zwar kein akutes Gesundheitsrisiko, jedoch kann die Leber beeinträchtigt werden.

-Daniel Deppe-

Frühling: Zeit für ein Hochbeet

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Im Frühling ist die Zeit gekommen, in der der Garten wieder richtig auf Vordermann gebracht wird. Diese Zeit eignet sich besonders gut, um ein Hochbeet anzulegen, denn jetzt fallen zahlreiche natürliche Abfälle an, die Sie als organische Materialien für dieses Vorhaben verwenden können. Sie erhalten dadurch für Ihr Hochbeet einen Untergrund, der jede Menge Nährstoffe enthält und den späteren Pflanzen sehr gut tut.

Am Anfang steht jedoch das Hochbeet selbst. Das kann ganz nach Geschmack aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Etwa aus Holz, Stein oder auch Metall. Wahlweise können Sie sich Ihr Hochbeet selbst bauen oder auf vorgefertigte Varianten aus dem Baumarkt zurückgreifen. Je nach Material gibt es Vor- und Nachteile. Holz beispielsweise muss imprägniert werden, ansonsten droht ein schnelles Verrotten. Stein sollte generell in einem Betonbecken verankert werden, gibt dem Hochbeet aber ansonsten ein sehr schönes Äußeres. Höchst ansprechend sind vor allem jene Hochbeete aus Naturstein.
Zu beachten ist immer die Temperatur im Innern des Hochbeets: Sie liegt durchschnittlich um bis zu fünf Grad höher als bei konventionellen Beeten. Auf diese Weise wird es möglich, auch noch bis weit in den Herbst hinein hier Pflanzen anzubauen. Die höhere Temperatur sorgt außerdem dafür, dass Obst und Gemüse schneller wachsen und reifen.

Der Frühling ist die beste Zeit, um ein neues Hochbeet anzulegen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie am besten vorgehen können.

So wird ein Hochbeet aufgebaut

Das Innere eines jeden Hochbeets sind Schichten, da mehrere Schichten in einem Beet eine optimale Zersetzung garantieren. Achten Sie darauf, dass die verschiedenen Schichten etwa gleich hoch ausfallen. Ein klassisches Hochbeet erreicht mit seinen Schichten eine Höhe von rund 80 Zentimetern, aber auch andere Höhen sind durchaus möglich. Beete für Kartoffeln oder Rosen dürfen niedriger ausfallen (bis zu 50 Zentimeter), für Erdbeeren empfehlen sich Höhen von rund einem Meter. Hohe Beete haben außerdem den Vorteil, dass es sich besonders einfach in ihnen gärtnern lässt. Rücken und Knie werden dauerhaft geschont.

Die einzelnen Schichten im Hochbeet

Im allersten Schritt sollte ein Hochbeet mit feinem Maschendraht ausgelegt werden. Das schützt die Pflanzen später vor Wühlmäusen und Maulwürfen. Die Wände werden mit Folie vor übermäßig viel Nässe geschützt.
Das Befüllen des Hochbeetes geschieht nun in den schon angesprochenen Schichten. Die unterste Schicht sollten Strauch- und Baumabschnitte sein. Sie sorgen für eine gute Belüftung des Beetes, schützen vor Fäulnis und erlauben Substraten eine gute Zersetzung. Die nächste Schicht sind Rasensoden. Er verhindert, dass feinere Bestandteile der nächsten Schichten nach unten durchfallen. Die Wurzeln sollten dabei allerdings nach oben zeigen. Alternativ kann auch Rasenschnitt, Stroh oder Pappkarton verwendet werden. Drücken Sie diese Schicht gut an und beginnen Sie anschließend mit dem Aufschichten von normaler Gartenerde oder Kompost. Die letzte und oberste Schicht des Beetes soll dann hochwertige Erde sein, etwa Blumenerde oder fertige Komposterde. Preiswerte Erde ist weniger geeignet, sie neigt zum verklumpen und kann die Wurzeln der Pflanzen sogar beschädigen.

Was kann gepflanzt werden?

Mit dem Hochbeet haben Sie für die verschiedensten Pflanzen einen idealen Lebensraum geschaffen. Durch die zahlreichen Nährstoffe, die die verschiedenen Schichten nun liefern, können Sie besonders gut Kohl, Porree oder Sellerie anbauen. Aber auch andere Gemüsesorten wie Zucchini, Gurken, Möhren, Bohnen, Erbsen oder Tomaten werden sich im neuen Beet wohlfühlen. Achten Sie generell auf eine ausgewogene Mischkultur, da unterschiedliche Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Dafür geben Pflanzen auch andere Nährstoffe wieder zurück in den Boden. Es lohnt sich übrigens generell, zwischen die verschiedenen Pflanzen auch Kräuter zu pflanzen, da deren intensiver Geruch Schädlinge abwehrt.

Sollen es keine Nutzpflanzen werden, dann ist Ihr Hochbeet auch der ideale Platz für zahlreiche Zierpflanzen. Hier gilt: Führen Sie die Aussaht nicht an zu kalten und zu feuchten Tagen durch. Unterscheiden Sie bei den Pflanzen zwischen Stark- und Schwachzehrern, die den Boden unterschiedlich stark beanspruchen. Für die Erstbepflanzung sind unter anderem Geranien, Chrysanthemen, Sonnenblumen oder Tulpen geeignet. In den Folgejahren eignen sich dann beispielsweise Stiefmütterchen, Primeln oder Petunien.

Zur Pflege des Hochbeets

Wie schon erwähnt, sind die Temperaturen in einem Hochbeet höher, als in einem konventionellen Erdbeet. Dadurch trocknet die Erde auch schneller aus, eine regelmäßige und ausreichende Wässerung ist also besonders wichtig.
Aufgrund des nährstoffreichen Untergrunds ist eine Düngung in der Regel nicht nötig.
Durch die natürliche Verrottung wird das Beet mit der Zeit etwas absinken. In diesem Fall können Sie es einfach mit frischer Komposterde wieder auffüllen. Idealer Weise geschieht das im nächsten Frühling. Vor dem Auffüllen sollten Sie außerdem die oberste Erdschicht abtragen.

Sollen Pflanzen im Hochbeet überwintern, dann sollten Sie ihnen ein Dach aus Acrylglas zugestehen. Das schützt deutlich besser vor Kälte und Nässe als konventionelles Flies oder Laub. Auf diese Weise lassen sich auch Knollen und Zwiebeln besonders gut überwintern.

Achtung: Das Hochbeet darf nicht umgegraben werden, denn dadurch würden die verschiedenen Schichten durcheinander geraten. Allerdings sollte es im Intervall von rund sechs Jahren erneuert werden. Sofern das Beetgerüst noch intakt ist, sollten dann die Schichten neu eingefüllt werden.

GASTARTIKEL: Erkältet? Diese Kräuter werden Ihnen helfen

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Kräuter können bei vielen Erkältungsbeschwerden helfen. Mit ihrer Hilfe kann der Kranke die nächste Erkältung schneller überstehen. Der Arzt geht gegen Erkältungen mit Hustenblockern, Entzündungshemmend und Schmerzmitteln vor, wobei aber die körpereigenen Heilmechanismen gestört oder unterdrückt werden. Heilkräuter unterstützen den Kampf des Körpers gegen die Erkältung. Im folgenden Artikel wird gezeigt, welche Kräuter bei Schnupfen und Entzündungen lindernd helfen.

Was im Körper geschieht.

Krankheitserreger dringen in den Körper ein und verursachen eine Histaminausschüttung, die Entzündungen und erkältungsbedingte Schleimbildung auslösen. Die Entzündungsreaktion in der Nase und den Nebenhöhlen hat die Aufgabe die Krankheitserreger sofort zu bekämpfen. Der Schleim, der so verursacht wird, kann aber die Atemwege stark verstopfen, Kopfschmerzen verursachen und zum Husten führen.

Gegen den Schleim sollte durch Lösen und Verflüssigen vorgegangen werden. Außerdem sollte das Immunsystem gestärkt werden. Hier helfen Kräuter wie Echinacea, auch Sonnenhut genannt, der Sanddorn, die Schwarze Johannisbeere, der Wasserdost und die Hundsrose.

Erkältet? Diese Kräuter werden Ihnen helfen

Kräuter gegen Hustenbeschwerden.

Mit Thymian, der einer bakteriellen Infektion entgegenwirkt, lassen sich verschiedene Stadien und Beschwerden der typischen Erkältung behandeln. Gegen trockenen Husten wird empfohlen Thymian gemeinsam mit einer Pflanze zu sich zu nehmen, die viele Schleimstoffe besitzt und die angegriffenen Schleimhäute schützt, wie zum Beispiel die Eibischwurzel. Thymian wirkt in diesem Stadium krampflösend und antiviral. Bei Husten mit Auswurf führt Thymian das Hustensekret ab. Quälender Hustenreiz kann bei Erwachsenen mit einer verdünnten Cayenne-Tinktur bekämpft werden.

Allgemein kann Husten mit einer Kombination aus Thymianblättern und Süssholz angegangen werden. Es sollte gemischt mit heißem Wasser überbrüht werden und mehrere Minuten zum Ziehen stehen gelassen werden. Wenige Cayennetropfen können die Wirkungen steigern. Schnupfen und Nasennebenhöhlenbeschwerden werden mit Thymianöl, das inhaliert wird, gelindert.

Kräuter gegen eine übermässige Histaminausschüttung.

Soll die Histaminausschüttung gehemmt werden, empfehlen sich Kräuter wie Süssholzwurzel, Eukalyptusblätter oder Pfefferminzblätter. Sie werden zu einem Sud verarbeitet und durch die Zugabe von Echinaceatropfen, Honig oder getrocknete Holunderbeeren in ihrer Wirkung verstärkt.

Gegen Gliederschmerzen.

Gegen Gliederschmerzen hilft in der Regel ein Erkältungsbad, das einen Zusatz aus Menthol- oder Eukalyptusöl enthält. Die ätherischen Stoffe verstärken die Durchblutung, wirken gegen den Schmerz, der in den Gliedern zu fühlen ist und lösen den Nasenschleim und den Bronchienschleim.

Kräuter, die bei Entzündungen zum Einsatz kommen.

Lindernd bei einer Entzündung wirken Kräuter wie Arnika, Kamille und Ringelblume. Auch Salbei, Thymian, Zistrose und die Schwarze Johannisbeere kämpfen gegen Entzündungen, die durch Erkältungen entstehen. Sie lindern und helfen bei der Heilung von Halsschmerzen, Heiserkeit, Schnupfen und sogar bei einer Mandelentzündung.

Fazit

Es gibt eine Vielzahl an Kräutern, die gegen verschiedenste Symptome helfen. Ein Tipp am Rande. Die passenden Kräuter können bequem über das Internet bei einer Versandapotheke mit einem Gutschein von Couporando bestellt werden.

Wasserhyazinthe: Vom „Unkraut“ zur Nutzpflanze

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Einst kam sie aus den Tropen zu uns. Heute gilt die Wasserhyazinthe (wissenschaftlicher Name: Eichhornia) durch ihre starke Vermehrung und durch ihre erstaunliche Widerstandsfähigkeit auch hierzulande als nahezu allgegenwärtige Zierde vieler Gewässer. Ihre üppigen Blüten schillern von zart violett bis hin zu kräftigem azurblau. Leider verbirgt sich hinter dieser floralen Schönheit auch ein handfestes Problem. Denn die Wasserhyazinthe erobert ihre neu entdeckten Lebensräume mit fast schon aggressivem Durchsetzungsvermögen und bringt mit ihrem unbändigen Verkrautungsdrang sowohl die heimische Flora als auch die Schifffahrt gelegentlich in echte Bedrängnis. Darum wurde für diesen sozusagen unbegrenzt nachwachsenden Rohstoff nach sinnvollen Verwendungsmöglichkeiten gesucht. Und siehe da: Die Wasserhyazinthe hat sich in vielerlei Hinsicht als extrem nützliches Ausgangsmaterial erwiesen. So wird die Wasserhyazinthe inzwischen ausgesprochen effektiv

  • für die Herstellung hochwertiger Papiere,
  • für das Flechten modischer Taschen,
  • für die Gewinnung von Biogas sowie
  • für die natürliche Säuberung schwermetallbelasteter Gewässer

hergenommen. Ihre sowohl visuell als auch ästhetisch schönste Verwandlung erfährt die Wasserhyazinthe allerdings dann, wenn sie zu einem wunderbar naturbelassen wirkenden

Pflanzkübel

Wasserhyazinthe Vom Unkraut zur Nutzpflanze

verarbeitet wird. Pflanzkübel aus Wasserhyazinthe erkennt man sofort an dem typischen Flechtwerk und an der charakteristischen Farbe, ähnlich wie getrocknetes Schilf. Da die Fasern der Wasserhyazinthe eine beachtliche Reißfestigkeit und Strapazierfähigkeit bei gleichzeitig vorhandener Flexibilität und Biegsamkeit aufweisen, ist dieser zu 100% biologische Werkstoff wie geschaffen dafür, den herkömmlichen tönernen Blumentopf in frischer Optik zu ersetzen. So wird aus der „Last der Gewässer“ eine „Lust der Gärtner“.

Wie sind Pflanzkübel aus Wasserhyazinthe aufgebaut?

Form und Halt bekommen die Pflanzkübel durch stabil eingearbeitete Metallverstrebungen. Die Innenseiten der Pflanzkübel sind mit hochfester Kunststofffolie ausgekleidet, damit die Pracht auf der Fensterbank oder auf der Terrasse auf alle Fälle ganz sicher wasserdicht ist. Dieses praxistauglich belastbare Innenleben wird äußerlich von einem Flechtwerk aus Wasserhyazinthe ummantelt. Nun kann der alternative Übertopf in fast jeder beliebigen Form und Größe als ebenso dekoratives wie stilvolles Appartement für Zimmerpflanzen aller Art dienen. Selbstverständlich auch für Hydrokultur & Co.

Wasserhyazinthe Vom Unkraut zur Nutzpflanze

Mehr „Öko“ geht nicht

Zunächst schmeichelt die Wasserhyazinthe in freier Natur mit ihrem frischen blauen Blütenreichtum dem Auge des Beschauers. Daran anschließend wird sie zum willkommenen und entsprechend nachgefragten Rohstoff für die produzierende Industrie, für den aktiven Umweltschutz und sogar für künstlerisch gestaltende Kreativität. Damit hat sich dieser Neophyt hier bei uns von der „Problemfauna“ zum willkommenen „Pflanzen-Migranten“ gewandelt. Insoweit trägt jeder einzelne Pflanzenkübel aus Wasserhyazinthe auf ökologisch wie ästhetisch wohltuende Weise zu bewusst gelebter Nachhaltigkeit bei.

GASTARTIKEL: Gesundes Distelöl

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Die Färberdistel ist eine Nutz- und Heilpflanze, die schon seit der Antike bekannt ist. Aus dieser wird das Distelöl gewonnen. Durch ihre wertvollen Wirk- und Inhaltsstoffe kann die Färberdistel bzw. das Öl aus der Pflanze in Industrie, Küche und Medizin eingesetzt werden.

Schöne Pflanze im Garten

Es gibt in Deutschland derzeit keine großflächigen Anbauten der Färberdistel. Doch in vielen Gärten blüht sie gelb und rot und ist eine Bereicherung für jeden Bauerngarten. Dabei kann die Pflanze leicht kultiviert werden, wächst schnell und braucht nicht viel Pflege. Sie kann nicht nur zu Tees verarbeitet werden, sondern auch zu Badezusätzen, Salben und Kosmetika.

Gesundes Distelöl

Die Heilpflanze

Früher war die Färberdistel als Heilpflanze bekannt und wurde gegen Durchblutungsstörungen, Altersbeschwerden und Kopfschmerzen eingesetzt. Denn man kann Hautpackungen und Tees daraus herstellen, Waden- und Kopfwickel und die Essenzen wie das Öl auch einnehmen. Linderung verspricht man sich bei Gallenleiden, Venenverschlüssen und Migräne. Auch bei Verstauchungen und zur Herzstärkung wird die Heilpflanze eingesetzt.

Die Wirkung in der chinesischen Medizin

Als regelrechten Alleskönner schätzen die Verfechter der chinesischen Medizin das Distelöl und die Färberdistel. Die Wirkung des Extraktes auf verschiedene Krankheiten und den gesamten Körper ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind nicht aufgetreten. Man geht davon aus, dass es noch mehr Anwendungsgebiete für Distelöl im medizinischen Bereich gibt, als man derzeit kennt. Sie müssen allerdings noch erforscht werden. Bisher Bekanntes kann nachgelesen werden unter www.distel-oel.de.

Die Färberdistel in der Kosmetikbranche

Auch die Kosmetikindustrie hat die Pflanze für sich entdeckt. Das Öl hat eine zellerneuernde Wirkung; zudem hat es rückfettende Eigenschaften und ist daher für Cremes und Lotionen als Zusatz ideal. Zwar kann man sagen, dass die innere Anwendung erfolgversprechender ist, als die Äußere, doch reibt man der Haut regelmäßig mit Distelöl ein, bleibt eine positive Wirkung nicht aus.

Distelöl für Hunde

Auch in der Tiermedizin ist die Färberdistel bekannt. Hier ist es ebenfalls am wirkungsvollsten, wenn den Hunden, für die es angewendet wird, das Öl verabreicht wird. Dieses stärkt und schützt das Fell und hilft bei Hauptproblemen, Entzündungen und kleineren Wunden. Außerdem sorgt das Öl durch das Vitamin E für gepflegte Krallen und hilft dem Immunsystem.

Die Magie der Wildpflanzen

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Es hat Zeiten gegeben, in denen umfassendes Wildpflanzenwissen mit unheiligem Hexenwissen gleichgesetzt und dementsprechend verteufelt wurde. So manche heilkundige Kräuterfrau hat in diesen dunklen Tagen ihre naturbezogene Sachkunde mit Leib und Leben bezahlen müssen. Zum Glück gehören diese geistig unaufgeklärten und dogmatisch düsteren Epochen längst der Vergangenheit an. Heute gereicht es allen Freunden und Kennern heimischer Wildpflanzen zur Ehre, ihr grünes Thema sowohl in belesener Breite als auch in fachlicher Tiefe eloquent zu beherrschen. Deshalb sind, neben geführten Wildpflanzenwanderungen und gastronomisch perfektionierten Wildpflanzen-Spezialitäten, auch wieder Fragen und Antworten zur den magischen und pharmakologischen Wirkungen von Wildpflanzen erlaubt. Und dazu gibt es wirklich jede Menge handfestes Wissen. Wenn Sie sich dazu erste Einblicke verschaffen möchten, können die nachfolgenden beiden Links sicher hilfreich für Sie sein:

Von der Magie der Wildkräuter – Wanderung der Nabu-Gruppe Dieburg mit Botanikerin stößt auf großes Interesse

55 Wildpflanzen im Portrait (Hrsg.: Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW)

Die Magie der Wildpflanzen

Heilkräftige Wildpflanzen

verdanken ihre positiven Effekte keinem mystisch klabystischen Hokuspokus, sondern wissenschaftlich nachweisbaren Inhaltsstoffen mit gut dokumentierten medizinischen Wirkmechanismen. Da hat es nichts mit Magie und schon gar nichts mit Zauberei zu tun, wenn Salben, Auszüge, Teezubereitungen oder Presslinge aus Wildpflanzen lindernd und wohltuend gegen das eine oder andere Zipperlein helfen. Sogar das Räuchern mit Wildpflanzen hat eine echte Wirkung, da die dabei erhitzten und in die Luft abgegebenen natürlichen ätherischen Öle antibakteriell und mithin reinigend sowie desinfizierend wirken. Auf dem Hintergrund dieser fast schon banalen Erkenntnisse stellen sich die vermeintlichen Zauberkünste kräuterkundiger Frauen als absolut natürliche praktische Anwendungen aus dem prall gefüllten Apothekerschrank der Natur da. Nichts, worüber man sich als aufgeklärter Mensch wundern müsste. Staunen über die salutogene Vielfalt der Natur ist dabei natürlich trotzdem immer erlaubt. Als ausgewähltes Beispiel möge hierzu an die vielfältige Heilkraft natürlicher Bitterstoffe in Wildpflanzen erinnert werden, die hier im Wildpflanzenblog bereits ausgiebig thematisiert wurden.

Kräuterkraft für ein erfolgreiches Leben

Natürlich steht es spirituell aufgeschlossenen Menschen grundsätzlich frei, die wissenschaftlich belegten Kräfte wilder Pflanzen und Kräuter mit etwas zusätzlicher Gedankenkraft und mit freundlich positivem Glauben aufzuladen. Warum auch nicht? Wer sich etwas mit den Lehren von Rupert Sheldrake auskennt, der weiß, dass das „schöpferische Universum“ mit seinem „morphogenetischen Feld“ jede Art des achtsamen und respektvollen Umgangs mit den Ressourcen der Natur postwendend honoriert. Da kann es durchaus sein, dass ein wildes Kräutlein umso besser heilt und hilft, je mehr man daran glaubt. Daran ist absolut nichts auszusetzen. In diesem Zusammenhang könnte Sie der nachfolgende Link auf den Geschmack bringen:

Das magische Kräuterlexikon

Wildpflanzen-Gastronomie

Auch zeitgeistige Gastronomen wissen inzwischen die Magie der Wildpflanzen für ihre anspruchsvolle Klientel zu nutzen. Immer mehr Restaurants bieten, wie eingangs bereits kurz erwähnt, spezielle Gourmet-Menüs auf Wildpflanzen- und Wildkräuterbasis an. Sogar Catering-Dienstleister können bereits mit diesem trendigen Gourmet-Thema aufwarten. Falls Sie sich für diese eher kommerzielle Variante des Wildpflanzenangebots interessieren, können Sie hier
Wildpflanzen-Gastronomie nachlesen, wo Sie derzeit in Österreich und in Deutschland ausgewiesene Wildpflanzen-Gastronomie vorfinden. Allerdings schmeckt auch das beste Wildpflanzen-Gericht zu Hause und selbst zubereitet wahrscheinlich immer noch am allerbesten. Getreu dem Motto: Wozu in die Ferne schweifen, sieh, das Gute wächst so nah!

Nun möchte ich Ihnen am Schluss dieses Beitrags noch etwas virtuellen Liebstöckel da lassen. Möge Ihnen dieses zauberhafte wilde Kraut jede Menge Erfolg bescheren, Ihre Gesundheit schützen, Ihre Kräfte stärken und Ihr Herz erfreuen.

– Carina Collany –

GASTARTIKEL: Nachtkerzenöl

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Schnell vermehrt sich die Nachtkerze, eine Pflanze, die anspruchslos ist, aber das wertvolle Öl liefert. Ihren Namen hat sie dem Umstand zu verdanken, dass sie nur im Dunkeln ihre großen gelben Blüten entfaltet. Dabei verströmt sie einen prägnanten Geruch.

So wird das Öl gewonnen

Aus dem Samen der Nachtkerze wird das Öl gewonnen, wobei auch andere Pflanzenbestandteile genutzt werden können. Denn die Pflanze und auch die Wurzeln sind essbar. Weitere sogenannte Nachtkerzengewächse – rund 120 Arten sind bekannt – stehen für die Ölgewinnung zur Verfügung. Doch das übliche Nachtkerzenöl wird aus der klassischen Nachtkerze gewonnen.

Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl in der Medizin

Für die äußerliche Anwendung wird das Öl direkt aufgetragen, und zwar auf Haut- oder Gelenke, wenn diese entzündet sind. Von innen kann Linderung von Entzündungen ebenfalls bewirkt werden. Dafür gibt es das Präparat in Kapselform.
Doch nicht nur die menschliche Medizin ist es, die das Nachtkerzenöl zu schätzen weiß. Auch Veterinäre sind von der Wirkung begeistert. So wird manches Tierfutter damit angereichert und auch Hautprobleme von Vierbeinern werden damit behandelt.
Die medizinische Wirkung des Öls wurde bereits im Mittelalter erkannt. Die Wirksamkeit bei Neurodermitis und Empfindungsstörungen durch Diabetes oder Spannungsgefühlen in der Brust sind inzwischen nachgewiesen. Folgende Krankheiten können damit behandelt werden:

  • Hautentzündungen
  • rheumatoide Arthritis
  • Wunden
  • Juckreiz und Trockenheit der Haut
  • Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte
  • Kopfschmerzen
  • Allergien (Heuschnupfen)
  • Regulierung des Fettstoffwechsels
  • PMS und vieles mehr

Besonders gut hilft das Öl gegen trockene Haut, wenn es als Kosmetikprodukt auf betroffene Hautpartien aufgetragen wird. Als Kur können auch hier Kapseln eingenommen werden. Doch diese müssen über mehrere Wochen angewendet werden, bis sich der Erfolg zeigt. Gleichzeitig mit der Verbesserung der Haut wird auch Haarausfall entgegengewirkt und brüchige Nägel werden stabiler.

Mit Nachtkerzenöl jünger wirken

Inhalt des Öls sind essenzielle Fettsäuren, die die Verbesserung des Hautbildes zur Folge haben. Denn Schädigungen können beseitigt werden, die für älteres Aussehen verantwortlich sind. Außerdem kann die Bildung von Krebszellen gehemmt werden. Dadurch wirkt das Nachtkerzenöl verjüngend, was sich aber nicht nur in der Haut zeigt, sondern auch in einem allgemeinen Wohlbefinden von innen. Mehr Lebensfreude und Vitalität sind die Folge. Weiteres Interessantes findet man dazu unter www.nachtkerzenoel.net.

Wildpflanzen liefern wertvolle Bitterstoffe für das Wohlbefinden

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Die in den heutigen Supermärkten erhältlichen Gemüse, Salate oder Kräuter sind in aller Regel speziell für den westeuropäischen Geschmack gezüchtet und kultiviert. Das bedeutet im Klartext: Es finden sich kaum noch natürliche Bitterstoffe in den kommerziellen Speisepflanzen, weil die Geschmacksrichtung „bitter“ von der überwiegenden Mehrheit der Käufer und Konsumenten als ausgesprochen unangenehm abgelehnt wird. Was da beispielsweise aus frischem Chicorée (http://blog.heimische-wildpflanzen.de/chicoree-gesundes-wellness-gemuese-mit-biss/) oder knackigen Rucola-Blättern noch mild herausgeschmeckt werden kann, ist schon das höchste der zulässigen bitteren Geschmacksgefühle. Das mag man sich auf der verwöhnten Zunge zergehen lassen – für unsere Gesundheit ist dies allerdings absolut kein Zugewinn. Denn viele natürliche Bitterstoffe sind für den Magen, den Darm und all die komplexen Stoffwechselprozesse im Rahmen der Verdauung ein wahrer Segen. Doch wie kann man sich das rundum gesunde Maß an förderlichen Bitterstoffen auf ganz einfach Art und Weise wieder zurück auf den Speiseplan holen? Sie ahnen es bereits: Mit Wildpflanzen.

Wildpflanzen liefern wertvolle Bitterstoffe für das Wohlbefinden
Tausendgüldenkraut

 

Genuin bittere Gemüse, Gewürze und Kräuter

wie beispielsweise Artischocken, Radicchio, Endiviensalat, Rucola, Gelbwurz, Tausendgüldenkraut, Wermut, Bockshornklee, Wacholder oder Löwenzahn (http://blog.heimische-wildpflanzen.de/loewenzahnpesto-wird-unkraut-urgesund/) helfen uns, den Bauch und das Befinden wohlig im Gleichgewicht zu halten. Diese Tatsache kennen und nutzen traditionelle chinesische Mediziner (Stichwort TCM), Vertreter der Ayurveda-Lehre und alle Fans der kräuterkundigen Hildegard von Bingen. So kann durch den gezielten Genuss bitter schmeckender Kräuter solchen Zivilisations-Übeln wie Übergewicht, Diabetes oder Koronarerkrankungen wirksam vorgebeugt werden. Und auch bei bereits bestehenden entsprechenden Krankheitsbildern sollen durchaus schon therapeutische Erfolge mit speziell verabreichten Bitterkräutern beobachtet worden sein. Es lohnt sich also, einen tieferen Blick auf dieses Thema zu werfen.

Welche pflanzlichen Bitterstoffe sollte man kennen?

Für eine sinnvolle Nahrungsergänzung mit bitteren Wildkräutern sind die so genannten

1) reinen Bitterstofflieferanten,
2) bitteren ätherische Öle,
3) bitteren Scharfstoffe,
4) Gerbstoffe und
5) bitteren Schleimstoffe

von Bedeutung. Diese fünf Kategorien sollen nachfolgend kurz angerissen werden:

Reine Bitterstoffe

sind enthalten in gelbem Enzian, Tausendgüldenkraut, Fieberklee, Andorn, Benediktinerkraut, Hopfen, Mariendistel, Löwenzahn, Wermut und Condurang. Diese Pflanzen provozieren die Wahrnehmung von „bitter“ im Mund und bringen dadurch sämtliche an der Verdauung beteiligten Drüsen auf Touren. Auch Galle und Leber werden zweckdienlich hochgefahren, wodurch, insbesondere nach einem üppigen Festmahl, Völlegefühl, Fettunverträglichkeit und Blähungen wirksam vorgebeugt werden kann. Interessanter Weise wirken diese Bitterchen aber auch gegen Appetitlosigkeit sowie gegen ein übermäßiges Verlangen nach Süßem. So kann eine erwünschte Gewichtsregulierung auf natürlichste Weise herbeigeführt werden.

Bittere ätherische Öle

liefern uns Basilikum, Bohnenkraut, Rosmarin, Quendel, Lorbeer, Estragon, Liebstöckel, Thymian, Beifuß, Kalmus, Kurkuma, Engelwurz, Anis, Kümmel, Fenchel, Koriander und Dill. Die medizinisch hoch potenten ätherischen Öle sind die natürlichen Feinde von Darmpilzen, schädlichen Bakterien, Fäulniskeimen und sogar von Würmern. Zusätzlich regen sie die Nierenfunktion an und tragen dadurch zu einer milden Blutreinigung bei.

Bittere Scharfstoffe

Diese kleine aber feine Gruppe besteht im Wesentlichen aus Pfeffer, Ingwer und Galgant. Man sagt diesen Gewürzen aus fernen Ländern eine den Kreislauf entlastende Wirkung nach.

Gerbstoffe

Dazu sei die Chinarinde benannt, bei deren Genuss sich buchstäblich alles zusammenzieht. Das bringt die Schleimhäute in Schwung und den Schleim in Fluss, wofür das schwer arbeitende „Reinigungspersonal“ in Magen und Darm enorm dankbar ist.

Bittere Schleimstoffe

Hier finden sich das Isländische Moos sowie viele lösliche Ballaststoffe (http://blog.heimische-wildpflanzen.de/loesliche-ballaststoffe-fuer-gute-darmgesundheit/). Diese Stoffe schmieren den Darm und füttern gleichzeitig die guten Darmbakterien, wodurch die nicht erwünschten schlechten Bakterien auf Dauer aus dem Darm ferngehalten werden können.

Bitterstoffe sind auch für manche Tiere wichtig

So sehr sich unser Darm und unsere gesamte Verdauung über sinnvoll zugeführte wildpflanzliche Bitterstoffe freuen, so notwendig kann es auch für bestimmte Haustiere sein, es sich öfter mal bitter munden zu lassen. So sind es tatsächlich ganz natürliche Heil- und Bitterkräuter, die Reptilien mit empfindlichen Atemwegen, wie z.B. den beliebten Bartagamen, deutliche Linderung bringen. Dazu können Tierärzte und Tierheilpraktiker bei Interesse an entsprechender Futterergänzung nähere Auskünfte geben. Ganz allgemein mag gesagt sein, dass speziell die Bartagamen sich über Acker- und Zaunwinde, Ahornblätter, sämtliche ungiftigen Wildkräuter, Brennesselblüten und -blätter, Gänseblümchen, Giersch, Haselnuss- und Weinblätter, Kapuzinerkresse, Klee, geputztes Kürbisfleisch, Löwenzahn, Okraschoten, Pastinaken, Ringelblumen, Ruccola, Taubnesseln, Vogelmieren, Zucchinistückchen sowie Zuckerrübenblätter im Futternapf freuen.

Und noch ein kleiner Tipp

für Sie, wenn Sie es sich zur Pflege Ihrer Verdauungsorgane mit dem Thema „Bitter macht lustig“ recht einfach machen möchten: Googeln Sie doch mal nach dem Stichwort „Schwedenkräuter“ und kommen Sie auf den bittergesunden Geschmack dieser altbewährten Wildkräutermischung sowie ihrer zahlreichen Zubereitungen. Ihr Darm und Ihre gute Laune werden es Ihnen sicher danken.

– Carina Collany –