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GASTARTIKEL: Kräutergarten anlegen und gestalten

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Welcher Hobbykoch träumt nicht von seinem eigenen Kräutergarten, durch den er seine Speisen jederzeit und bestens würzen kann. Viele schrecken allerdings vor dem angeblich großen Aufwand, den der Bau eines Kräutergartens machen soll, zurück. Doch eigentlich ist so ein Kräutergarten ziemlich schnell und einfach errichtet. In wenigen Schritten ist das eigene Beet gebaut und wirklich viel zu beachten gibt es auch nicht. Wir haben die wichtigsten Punkte beim Bau eines Kräutergartens für euch zusammengesucht und erklären euch Schritt für Schritt, wie Ihr diesen anlegt.

Kräutergarten anlegen und gestalten
Kräutergarten anlegen und gestalten

Der richtige Standort ist entscheidend

Bevor ihr mit der Arbeit beginnt, solltet ihr euch erst mal über den richtigen Standort für euren Kräutergarten im Klaren sein. Dieser ist jedoch nicht wahllos zu bestimmen, sondern hängt von der Art der Kräuter ab, die ihr anpflanzen möchtet. Handelt es sich dabei um mediterrane Pflanzen, wie Rosmarin, Oregano, Dill oder Basilikum, benötigt das Beet einen warmen und sonnigen Standort. Nur so können sich die ätherischen Öle und Wirkstoffe in den Blättern bilden. Andere Kräuter, wie Schnittlauch, Petersilie oder Bärlauch, können auch an halbschattigen Standorten angelegt werden. Allerdings muss der Boden hier humusreich und tiefgründig sein.

Passendes Material fürs Kräuterbeet

Nachdem ihr euch für einen Standort entschieden habt, geht es daran, die richtigen Materialien zu besorgen. Neben den Samen oder bereits gekeimten Kräutern müsst ihr euch ebenfalls für die Art entscheiden, wie ihr euren Kräutergarten anlegt. Soll es sich hierbei um eine Beeteinfassung handeln oder soll der Kräutergarten lieber mit Steinen oder einem Staketenzaun umrandet werden? Die richtigen Materialien für Holzbauten findet ihr beispielsweise unter https://www.staketenzaun.biz/.

Schritt für Schritt zum eigenen Kräutergarten

1. Steckt zunächst die vorgesehene Fläche mit vier Pfählen und einer Schnur ab.
2. Anschließend geht es daran, die Erde gut 15 bis 20 Zentimeter tief auszuheben.
3. Befreit die ausgehobene Erde von Unkraut.
4. Mischt Humus unter die Erde und streut zusätzlich diesen direkt in die ausgehobene Grube.
5. Mithilfe von Kieselsteinen beugt ihr einer Verdichtung des Erdreiches und Staunässe vor.
6. Als Nächstes baut ihr eure individuelle Umrandung aus Steinen oder Holz.
7. Füllt anschließend die mit dem Humus aufbereitete Erde zurück ins Beet. Allerdings nur so hoch, dass ihr fünf Zentimeter Platz an der oberen Kante lasst.

Kräuterbeet bepflanzen

Bauen könnt ihr euren Kräutergarten das ganze Jahr über. Bepflanzt wird dieser aber immer erst im Frühjahr. Was ihr beim Bepflanzen noch beachten müsst, verrät euch die folgende Aufzählung:
• Achtet bei einem gemischten Kräutergarten vor allem auf den richtigen Standort von mediterranen und anderen Kräutern.
• Errichtet zudem eine eindeutige Abgrenzung der einzelnen Kräuterarten, um diese später besser unterscheiden zu können.
• Haltet einen gewissen Abstand zwischen den Pflanzen ein und gebt schnell wachsenden Kräutern etwas mehr Platz sich zu entfalten.
• Arbeitet sowohl im Frühjahr als auch im Spätsommer erneut Humus in das Kräuterbeet ein.
• Auch Steinmehl oder Dung dienen als Nährstofflieferant.

Wie ihr seht, ist der Aufwand für einen Kräutergarten gar nicht so hoch, wie er auf den ersten Blick wirkt. Bedenkt vor allem immer, welchen Nutzen ihr davon habt. Nicht nur Hobbyköche profitieren von eigenen Kräutern, um ihre Leckereien nach Belieben zu würzen.

Frühling: Zeit für ein Hochbeet

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Im Frühling ist die Zeit gekommen, in der der Garten wieder richtig auf Vordermann gebracht wird. Diese Zeit eignet sich besonders gut, um ein Hochbeet anzulegen, denn jetzt fallen zahlreiche natürliche Abfälle an, die Sie als organische Materialien für dieses Vorhaben verwenden können. Sie erhalten dadurch für Ihr Hochbeet einen Untergrund, der jede Menge Nährstoffe enthält und den späteren Pflanzen sehr gut tut.

Am Anfang steht jedoch das Hochbeet selbst. Das kann ganz nach Geschmack aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Etwa aus Holz, Stein oder auch Metall. Wahlweise können Sie sich Ihr Hochbeet selbst bauen oder auf vorgefertigte Varianten aus dem Baumarkt zurückgreifen. Je nach Material gibt es Vor- und Nachteile. Holz beispielsweise muss imprägniert werden, ansonsten droht ein schnelles Verrotten. Stein sollte generell in einem Betonbecken verankert werden, gibt dem Hochbeet aber ansonsten ein sehr schönes Äußeres. Höchst ansprechend sind vor allem jene Hochbeete aus Naturstein.
Zu beachten ist immer die Temperatur im Innern des Hochbeets: Sie liegt durchschnittlich um bis zu fünf Grad höher als bei konventionellen Beeten. Auf diese Weise wird es möglich, auch noch bis weit in den Herbst hinein hier Pflanzen anzubauen. Die höhere Temperatur sorgt außerdem dafür, dass Obst und Gemüse schneller wachsen und reifen.

Der Frühling ist die beste Zeit, um ein neues Hochbeet anzulegen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie am besten vorgehen können.

So wird ein Hochbeet aufgebaut

Das Innere eines jeden Hochbeets sind Schichten, da mehrere Schichten in einem Beet eine optimale Zersetzung garantieren. Achten Sie darauf, dass die verschiedenen Schichten etwa gleich hoch ausfallen. Ein klassisches Hochbeet erreicht mit seinen Schichten eine Höhe von rund 80 Zentimetern, aber auch andere Höhen sind durchaus möglich. Beete für Kartoffeln oder Rosen dürfen niedriger ausfallen (bis zu 50 Zentimeter), für Erdbeeren empfehlen sich Höhen von rund einem Meter. Hohe Beete haben außerdem den Vorteil, dass es sich besonders einfach in ihnen gärtnern lässt. Rücken und Knie werden dauerhaft geschont.

Die einzelnen Schichten im Hochbeet

Im allersten Schritt sollte ein Hochbeet mit feinem Maschendraht ausgelegt werden. Das schützt die Pflanzen später vor Wühlmäusen und Maulwürfen. Die Wände werden mit Folie vor übermäßig viel Nässe geschützt.
Das Befüllen des Hochbeetes geschieht nun in den schon angesprochenen Schichten. Die unterste Schicht sollten Strauch- und Baumabschnitte sein. Sie sorgen für eine gute Belüftung des Beetes, schützen vor Fäulnis und erlauben Substraten eine gute Zersetzung. Die nächste Schicht sind Rasensoden. Er verhindert, dass feinere Bestandteile der nächsten Schichten nach unten durchfallen. Die Wurzeln sollten dabei allerdings nach oben zeigen. Alternativ kann auch Rasenschnitt, Stroh oder Pappkarton verwendet werden. Drücken Sie diese Schicht gut an und beginnen Sie anschließend mit dem Aufschichten von normaler Gartenerde oder Kompost. Die letzte und oberste Schicht des Beetes soll dann hochwertige Erde sein, etwa Blumenerde oder fertige Komposterde. Preiswerte Erde ist weniger geeignet, sie neigt zum verklumpen und kann die Wurzeln der Pflanzen sogar beschädigen.

Was kann gepflanzt werden?

Mit dem Hochbeet haben Sie für die verschiedensten Pflanzen einen idealen Lebensraum geschaffen. Durch die zahlreichen Nährstoffe, die die verschiedenen Schichten nun liefern, können Sie besonders gut Kohl, Porree oder Sellerie anbauen. Aber auch andere Gemüsesorten wie Zucchini, Gurken, Möhren, Bohnen, Erbsen oder Tomaten werden sich im neuen Beet wohlfühlen. Achten Sie generell auf eine ausgewogene Mischkultur, da unterschiedliche Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Dafür geben Pflanzen auch andere Nährstoffe wieder zurück in den Boden. Es lohnt sich übrigens generell, zwischen die verschiedenen Pflanzen auch Kräuter zu pflanzen, da deren intensiver Geruch Schädlinge abwehrt.

Sollen es keine Nutzpflanzen werden, dann ist Ihr Hochbeet auch der ideale Platz für zahlreiche Zierpflanzen. Hier gilt: Führen Sie die Aussaht nicht an zu kalten und zu feuchten Tagen durch. Unterscheiden Sie bei den Pflanzen zwischen Stark- und Schwachzehrern, die den Boden unterschiedlich stark beanspruchen. Für die Erstbepflanzung sind unter anderem Geranien, Chrysanthemen, Sonnenblumen oder Tulpen geeignet. In den Folgejahren eignen sich dann beispielsweise Stiefmütterchen, Primeln oder Petunien.

Zur Pflege des Hochbeets

Wie schon erwähnt, sind die Temperaturen in einem Hochbeet höher, als in einem konventionellen Erdbeet. Dadurch trocknet die Erde auch schneller aus, eine regelmäßige und ausreichende Wässerung ist also besonders wichtig.
Aufgrund des nährstoffreichen Untergrunds ist eine Düngung in der Regel nicht nötig.
Durch die natürliche Verrottung wird das Beet mit der Zeit etwas absinken. In diesem Fall können Sie es einfach mit frischer Komposterde wieder auffüllen. Idealer Weise geschieht das im nächsten Frühling. Vor dem Auffüllen sollten Sie außerdem die oberste Erdschicht abtragen.

Sollen Pflanzen im Hochbeet überwintern, dann sollten Sie ihnen ein Dach aus Acrylglas zugestehen. Das schützt deutlich besser vor Kälte und Nässe als konventionelles Flies oder Laub. Auf diese Weise lassen sich auch Knollen und Zwiebeln besonders gut überwintern.

Achtung: Das Hochbeet darf nicht umgegraben werden, denn dadurch würden die verschiedenen Schichten durcheinander geraten. Allerdings sollte es im Intervall von rund sechs Jahren erneuert werden. Sofern das Beetgerüst noch intakt ist, sollten dann die Schichten neu eingefüllt werden.

GASTARTIKEL: Naturgarten natürlich pflegen: 5 Profi-Tipps zum Heckeschneiden

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Wer sich im eigenen Garten für eine blühende Wiese, einheimische Wildstauden und Sträucher entscheidet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Schaffung natürlicher Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere. Doch nicht nur das. Auch der Hobbygärtner, seine Familie und seine Nachbarn werden ihre helle Freude am Naturgarten haben.

Die einheimischen Blühpflanzen und Sträucher sind nämlich entschieden robuster, gewöhnlich mehrjährig und anspruchsloser. Der Gärtner erlebt mit ihnen kaum Enttäuschungen und hat vom Frühling bis zum Herbst eine blühende, grünende Augenweide.

Wildstauden und schöne heimische Wildblühpflanzen gibt es für jede Gartenlage vom Schattengarten bis zur sonnigen Südlage. Die Wildpflanzen sind anspruchsloser, was die Bodenbereitung anbetrifft. Viele dieser Pflanzen bevorzugen sogar eher magere Böden, wie sie in vielen Gebieten Deutschlands der natürlichen Bodenbeschaffenheit entsprechen. Torfen und aufwändiger Erdauftrag entfallen für ihre Ansiedlung.

Naturgarten natürlich pflegen: 5 Profi-Tipps zum Heckeschneiden

Schöne Wildstauden für verschiedene Gartenlagen

Für viele heimische Pflanzen ist der halbschattige bis schattige Standort ideal. Für so schöne Stauden wie beispielsweise die gefleckte Taubnessel, den Goldhahnenfuß oder den Alpenziest darf der Standort ruhig unter schattenspendenden Bäumen oder im Hausschatten gewählt werden. Für sie darf der Boden etwas humusreicher sein als für so manche sonnenhungrige Arten.

Sonnenhungrig und dafür mit magerem Boden zufrieden sind u.a. Fingerkraut, Feldthymian, Taubenskabiose oder die Karthäusernelke. Sie gedeihen vorzüglich auch dort, wo an heißen Tagen die Sonne kräftig brennt und erfreuen mit ihrer Blütenpracht.

Natürlich den Garten mit Wildpflanzen pflegen

Wildpflanzen sind anspruchsloser. Das heißt aber nicht, dass sie überhaupt keine Pflege brauchen und einfach ganzjährig wuchern sollen. Der Naturgarten soll eine Einheit von heimischen, natürlich vorkommenden Pflanzen und umweltbewusster Anlage und Pflege sein. Auf chemischen Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet der überzeugte Naturgärtner.

Kein Problem, denn die Natur bietet alles für all die heimischen Pflanzenarten. Gartenkompost ist natürlich der ideale Bodenbereiter, insbesondere dort, wo nicht nur Wildblüher, sondern auch Gemüse und Früchte gedeihen sollen. Während viele Gartenbesitzer von Brennnesseln gar nichts halten, sind sie dem Naturgärtner hoch willkommen. Sie können zerkleinert einen sehr guten Dünger abgeben. Idealerweise werden sie gleich bei Anpflanzung von Stauden, Sträuchern, großwüchsigen Blühpflanzen in die Pflanzlöcher gegeben.

Eine kleine Fläche sollte also für das Wachstum der Brennnessel erlaubt sein. Tiefreichende Steineinfassungen können verhindern, dass sie sich gleich überall ausbreiten. Zudem lässt sich aus ihnen auch Tee zum Entwässern bereiten. Wachsen sie zu hoch, können sie mit einer Heckenschere einfach geschnitten werden. Überschüssiges Blattwerk nährt den Kompost. So manche Küchenabfälle, die sonst achtlos im Kompost oder gar Müll landen, geben natürlichen Dünger ab. Wer losen Tee brüht, sollte die Blätter aufbewahren und damit einen Sud für das Düngewasser ansetzen.

Ein guter Dünger für Blumen und Gemüsepflanzen ist übrigens auch der traditionelle Eierschalensud. Dazu werden Eierschalen zerstoßen, mit Wasser aufgefüllt und im geschlossenen Gefäß etwa drei Wochen sich selbst überlassen. Der kohlensaure Kalk, der hier in den Sud aufsteigt, ist ein guter Dünger. Zusätzlich können natürlich auch hochwertige, reine Biodünger eingesetzt werden.

Ohne Pflanzenschnitt geht es nicht – 5 Tipps zum Heckenschnitt

Auf den richtigen Zeitpunkt für den Pflanzenschnitt kommt es an. Obstbäume werden im Frühling geschnitten, im Frühsommer sind blühende Sträucher, Beerensträucher an der Reihe, im Spätsommer Himbeeren, und im Herbst kommen dann Pflaumenbäume und Rosenbeete an die Reihe. Baumschnitte können auch im Winter vorgenommen werden. Blühende Stauden werden nicht geschnitten. Wenn sie sich allzu schnell vermehren, sollten hier nach der Blüte die Samenkapseln entfernt werden.

Die Hecke:

1. Beim Heckenschnitt und Baumschnitt im Naturgarten sollte unbedingt die Brutzeit der Vögel berücksichtigt werden. Für den Frühjahrsschnitt ist Mitte März der beste Zeitpunkt, da Vögel dann noch nicht nisten. Stark austreibende Hecken können Ende Juni, Anfang Juli noch einmal einen Rückschnitt erhalten.
2. Je leiser die Heckenschere, desto weniger Störung bedeutet das für Vögel und Kleintiere. Leiser als die Benziner sind Elektro-Heckenscheren. Sie werden im Privatbereich jedoch immer häufiger durch leistungsstarke Akku-Heckenscheren ersetzt. Wegen der Flexibilität eignen sich die Akkuscheren sehr gut für Fein- und Kleinschnitte an schwer zugänglichen Stellen, auch für den Brennnessel-Schnitt. Die Benzinheckenschere kann bei starken Hecken im Herbst zum Einsatz kommen.
3. Je länger und hochwertiger das Scherblatt der Heckenschere, desto leichter gelingt der gerade Heckenschnitt.
4. Bei langen Hecken hilft ein gespanntes Seil beim exakt geraden Schneiden.
5. Blühende Hecken sollten erst nach der Blühperiode geschnitten werden. Das Schneiden verhilft ihnen jedoch zum dichteren Austrieb und einer schönen nächste Blüte.

Wird so einem Naturgarten vom Gemüse- und Blumenbeet bis zur Hecke eine natürliche, achtsame Pflege gewidmet, dann erfreut er den Gärtner mit üppigem Wachstum und vielseitiger Blütenpracht.

Unkrautvernichter für den eigenen Garten?

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Gerade jetzt im Sommer wird der eigene Garten zum wahren Paradies, wenn da nicht ein kleines oder manchmal auch größeres Problem in Form von ungebetenen Pflanzengästen wäre. Gemeint ist das Unkraut, das sich bei jeder Witterung prächtig und reichlich vermehrt. Der engagierte Hobbygärtner legt in diesem Fall in der Regel selbst an und spielt den Unkrautvernichter in seinem Garten. Es wird gejätet, was das Zeug hält und der Erfolg stellt sich nach einiger Zeit auch ein. Problematisch wird die Sache, wenn die Gartenfläche groß und die nötige Zeit eigentlich zu knapp ausfällt.

Unkrautvernichter für den eigenen Garten?

Mit Hausmitteln gegen das Unkraut?

Die Klassiker unter den Hausmitteln gegen Unkraut sind natürlich Essig und Salz. Beides soll durch einfache Anwendung, etwa durch Mischen mit Wasser und aufsprühen, schnell und einfach das Unkraut beseitigen. Das funktioniert grundsätzlich auch, allerdings längst nicht so intensiv, wie die schon erwähnte Handarbeit. Zudem sind beide Stoffe für die Unkrautbekämpfung umstritten, da sie für andere Pflanzen und das Bodenklima ungünstig sein können. Wer sich also für Essig und/oder Salz als Dauerlösung für sein Unkrautproblem entscheidet, der kann sich in seinem Garten mehr Schaden als Nutzen einhandeln. Und diese Schäden beseitigen, ist nicht nur äußerst mühsam, sondern letztlich auch teuer.

Unkrautvernichter, die schonend wirken

Es gibt neben den Hausmitteln natürlich auch professionelle Unkrautvernichter, die im Ganzen bei vielen Hobbygärtnern einen eher negativen Ruf haben. Der Grund mag darin liegen, dass früher gern die radikale Chemiekeule geschwungen wurde, die ohne Rücksicht auf Verluste Unkraut vernichtet hat. Essig und Salz waren da harmlose Alternativen. Moderne Unkrautvernichter sind hingegen völlig anders konzipiert und beschränken sich bei ihrer Wirkung tatsächlich auf die effektive Beseitigung von Unkraut. Andere Pflanzen und Lebewesen umher werden praktisch nicht mehr in Mitleidenschaft gezogen oder gar getötet.
Für jede Form von Garten gibt es passende Unkrautvernichter, die hier umfassend erklärt und vorgestellt werden. So vorbereitet, lässt sich für jedes Beet die passende Wahl treffen!

Heimische Wildpflanzen als Allwetter-Hobby

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Bei gutem Wetter und guter Gesundheit sind heimische Wildpflanzen für bewegungsfreudige Naturliebhaber ein tolles Freizeit-Thema. Doch wenn es draußen stürmt und schneit, oder wenn man mal nicht so gut zu Fuß oder nicht ausreichend sicher auf den Beinen ist, scheint das herrlich wilde Grün in weite Ferne zu rücken. Glücklicher Weise gibt es aber auch bei ungemütlicher Witterung oder bei eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, heimische Wildpflanzen in den Mittelpunkt des persönlichen botanischen Interesses zu stellen. Was es dabei so alles zu entdecken gibt, soll jetzt kurz angerissen werden.

Heimische Wildpflanzen als Allwetter-Hobby

Wildpflanzen im Bücherregal

Keine Sorge, Sie sollen jetzt hier nicht mit den üblichen Bestimmungsbüchern à la „Was blüht denn da?“ gelangweilt werden. Tatsächlich sind Wildpflanzen ein literarisches Thema, das weit über die bloße botanische Klassifizierung hinausgeht. So sind Wildpflanzen inzwischen längst in den Fokus ganzheitlicher Ernährungswissenschaften gerückt. Diesen aktuellen Trend haben wir hier selbstverständlich auch schon themenbezogen abgebildet, wie Sie bereits in diversen Beiträgen (z.B. hier http://blog.heimische-wildpflanzen.de/wildpflanzen-als-natuerliche-naehrstofflieferanten/#.VRlrA2banFQ oder hier http://blog.heimische-wildpflanzen.de/loewenzahnpesto-wird-unkraut-urgesund/#.VRlrNWbanFQ) lesen konnten. In der Tat bietet der Buchhandel derzeit eine Fülle von durchaus praxistauglichen Werken an, die sich mit Wildpflanzen als natürlicher Nährstoffquelle wahlweise in streng wissenschaftlicher oder in spirituell aufgeschlossener Form auseinandersetzen. Die Lektüre dieser Fachbücher ist jedenfalls ebenso interessant wie lehrreich und insoweit bestens dazu geeignet, eine fröhliche Vorfreude auf die nächste Wildpflanzenwanderung aufkommen zu lassen.

Übrigens: Falls Sie sich gerade mit den Themen Entgiftung und Entschlackung befassen, könnte eine häusliche Lesestunde unter der Überschrift „Green Detox“ genau das Richtige für Sie sein.

Wildpflanzen im eigenen Archiv

So gut wie alle Wildpflanzenliebhaber bringen von ihren Exkursionen selbst geschossene Fotos und/oder selbst gesammelte Pflanzenteile mit. Diese floralen „Beutestücke“ bedürfen selbstverständlich allesamt der sorgfältigen Archivierung. Die Bilder sind zu sichten und zu sortieren, die gepflückten Pflanzen müssen gepresst, getrocknet oder anderweitig konserviert werden. Das sind Tätigkeiten, die Freude machen, die aber auch ihre Zeit brauchen. Was bietet sich dazu besser an als ein trüber Regentag, bei dem man ohnehin keinen Hund vor die Tür jagen würde? So wird schlechtes Wetter zum guten Grund, die eigene Wildpflanzensammlung auf Vordermann zu bringen.

Wildpflanzen als Shikishi-Motiv

Mögen Sie Lyrik? Oder sind Sie vielleicht sogar aktiv oder passiv der japanischen Kunst des Haiku zugetan? Dann bieten Ihnen Ihre eigenen vier Wände die meditative Möglichkeit, mit Ihren eigenen Wildpflanzenfotografien ein so genanntes Shikishi zu erschaffen. Dazu brauchen Sie einen großzügig großen Papierabzug Ihres Lieblings-Wildpflanzenfotos, eine Mußestunde und einen Musenkuss. Während Sie die Ästhetik Ihres Fotos losgelöst von allen Alltagssorgen auf sich wirken lassen, wird Ihnen ein dazu passendes stimmungsvolles Gedicht zufliegen (es muss ja nicht unbedingt ein Haiku sein), welches Sie dann in Ihrer Schönschrift mit einem geeigneten Marker auf das Foto schreiben. Fertig ist das Shikishi. Das können Sie dann für eine stilvolle heimische Dekoration hernehmen, oder als Geschenk einrahmen, oder für Ihren persönlichen Gedichtband vorbereiten, oder … oder was Ihnen sonst gut gefällt. In japanisch orientierten Wohnstuben werden Sie häufig auf solche Shikishi treffen, die regelmäßig neu erfunden und dann frisch ausgewechselt werden. Eine fernöstliche Deko-Idee mit vielen wandlungsfähigen Gesichtern.

Das waren nur drei von vielen möglichen Vorschlägen, auch an trüben Tagen oder in Zeiten eingeschränkter körperlicher Beweglichkeit die Magie heimischer Wildpflanzen auf sich wirken zu lassen. War da schon etwas für Sie dabei? Das wäre schön. Und sollten Sie eine weitere Anregung mit der Wildpflanzen-Community teilen wollen, dann freuen wir uns sehr auf Ihren entsprechenden Kommentar.

– Carina Collany –

GASTARTIKEL: Tipps zum Umtopfen und zur Pflege von Kübelpflanzen

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Die Temperaturen steigen wieder und der Frühling scheint vielerorts Einzug zu halten. Nicht mehr lange bis man mit dem Begrünen des heimischen Gartens oder Balkons beginnen kann. Im folgenden Blogartikel wollen wir kurz beschreiben, was man beachten sollte, wenn man Kübelpflanzen aus ihrem Winterquartier holt, außerdem sollen Tipps für das Umpflanzen gegeben werden.

Tipps zum Umtopfen und zur Pflege von Kübelpflanzen

Kübelpflanzen schneiden

Gerade bei diesen Pflänzchen ist es besonders wichtig, dass man ihnen, bevor man sie ins Freie stellt, einen Rückschnitt aller Triebe verpasst. Der ideale Zeitpunkt dafür ist der Frühling. Auch vor dem Einlagern für den Winter kann ein Rückschnitt angebracht sein, allerdings sollte dieser nicht so großzügig ausfallen wie im Frühjahr. Wichtig ist, dass der Schnitt zeitnah zum ins Freie stellen der Pflanze erfolgt. Für Hobbygärtner gilt zu beachten, dass die Pflanze nur mäßig geschnitten wird, dafür aber öfters.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kübelpflanzen ins Freie zu stellen?

Mit dem Begrünen bzw. Bepflanzen des Balkons oder Gartens sollte man sich zumindest solange gedulden, bis die winterliche Kälte tatsächlich vorüber ist. Laut einer alten Bauernregel sollte man mindestens bis zum Tag der Eisheiligen – also dem 16. Mai – zuwarten. Denn dann werden die Nächte meist nicht mehr von Frost und Kältephasen dominiert und junge sowie frisch gepflanzte Blumen laufen nicht mehr Gefahr zu erfrieren.

Tipps zum richtigen Umtopfen von Kübelpflanzen

Gerade nach der Wintereinlagerung sollte man Kübelpflanzen umtopfen und diese Maßnahme an den Verjüngungsschnitt der Triebe anschließen.
Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Umtopfen der Pflanzen:

  • Welche Erde sollte man verwenden?
    Gartenerde oder reiner Kompost ist für Topf- oder Kübelpflanzen nicht geeignet. Eine Ausnahme wäre, wenn diese Erde zusätzlich mit Sand oder Blähton aufgebessert wird. Am einfachsten ist es, man verwendet Fertigerden für Kübelpflanzen, welche im Baumarkt oder Blumenfachgeschäft erhältlich sind.
  • Wie groß sollte der neue Topf beim Umpflanzen sein? Hat die Pflanze bereits für den aktuellen Topf zu viele Wurzeln ausgebildet oder ist die Erde sehr gut durchwurzelt, sollte man die Pflanze umtopfen. Dabei muss der neue Topf nicht zwangsweise viel größer sein als der vorherige. Oft reicht es, wenn der neue Blumentopf einen leicht größeren Durchmesser (> 5 cm) hat.
  • Wie topft man richtig um?
    Zum Umtopfen der Kübelpflanzen löst man erst den Ballen aus dem alten Topf und achtet dabei darauf, die alten Wurzeln nicht zu beschädigen. Die verfilzten oder abgestorbenen Wurzelstränge kann man nachfolgend abschneiden oder entwirren. Über die Abzugslöcher des neuen Blumentopfes legt man eine Drainageschicht aus Kieselsteinen oder zerbrochenen Blumentrögen, damit verhindert wird, dass die Erde aus dem Loch austritt und diese dann verstopft. Folge wäre ein zunehmend verstopfter Wasserabfluss, was zu Staunässe und Schimmelbildung führen kann. Nachdem man die Drainageschicht angelegt hat, kann man den Trog mit Blumenerde befüllen. Hat man etwa die Hälfte mit Erde gefüllt, kann man die Pflanze einsetzen. Nachdem weitere Erde eingefüllt wurde, sollte man die Erde mit den Händen festdrücken. Erde sollte nur so viel eingefüllt werden, dass ein sogenannter Gießrand von a. 2-3 Zentimetern frei bleibt. Dieser verhindert, dass das Gießwasser über den Rand tritt bzw. genügend Platz im Trog hat.

Nach dem Umtopfen ist es ratsam, die Pflanze ausreichend zu gießen, damit sich die Erde optimal im Topf verteilen und absinken kann. Der verwendete Topf für die Pflanze richtet sich nach dem Geschmack des Gärtners, das Material des Topfes hat keinen Einfluss auf das Wachstum oder die Entwicklung der Pflanze.

Weiterführende Informationen und Tipps zum Thema Garten und Pflanzen verschiedenster Art kann man beispielsweise auch im Blog von yourflora.de nachlesen.

Wildpflanzen gezielt säen – ja oder nein?

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Eine Wildpflanze ist nach allgemein gültiger Definition eine ohne menschliches Zutun wachsende und damit spontan auftretende Pflanzenart, die sich ihren Lebensraum aus eigener Kraft zunächst erobert und anschließend erhalten hat. Insoweit hat bei den Wildpflanzen nicht der Mensch, sondern allein die Pflanze selbst durch ihre Anpassungsfähigkeit an ihre Umwelt ihr Vorkommen begründet und ihr Territorium stabil eingenommen. Das mag auch der gute Grund dafür sein, dass erstaunlich viele Wildpflanzen schon seit Jahrhunderten, wenn nicht gar seit Jahrtausenden dort, wo sie sich gut behaupten können, auch heimisch geworden sind. Dennoch trachtet der Mensch auch hier, obwohl er seitens der Natur eigentlich gar nicht so wirklich gefragt ist, nach Einflussnahme. Und damit erhebt sich die ökologisch ebenso wichtige wie auch durchaus brisante Frage, ob der Mensch durch ein gezieltes Aussäen oder Anpflanzen heimischer Wildpflanzen wider die eingangs vorgestellte Definition handeln sollte, kann oder darf. Der nachfolgende Beitrag will kurz das Pro und Contra einer absichtsvollen und gezielten Ansiedlung von Wildpflanzen durch die Hand des Menschen thematisch anreißen, damit sich alle an heimischen Wildpflanzen Interessierten ihr eigenes und unabhängiges Urteil bilden können.

Wildpflanzen gezielt säen - ja oder nein?

Pro

  • Alle heimischen Wildpflanzen haben geographische Gebiete, an denen sie ganz natürlich wachsen. Wenn man bei der Aussaat oder beim Anpflanzen diese Vorkommensgebiete gewissenhaft beachtet und die Begrenzungen nicht verlässt, verändert man schließlich auch nichts.
  • Sofern beim Aussäen oder beim Anpflanzen ausschließlich reines Wildsaatgut bzw. gebietsspezifisches Wildpflanzgut und/oder Wildgehölze verwendet werden, passiert kein verfälschender Eingriff in die natürliche Wildpflanzenwelt.
  • Durch das gezielte Ausbringen von Wildpflanzen können denaturierte Flächen, durch Monokulturen verarmte Gebiete sowie Zonen mit einem Übermaß an eingeschleppten Fremdgewächsen (so genannte Neophyten) wieder in ihren natürlichen Ursprungszustand zurückgebracht werden. So wird den heimischen Wildpflanzen die Möglichkeit eröffnet, sich ihre angestammten Plätze in der hiesigen Flora zurückzuerobern.

Contra

  • Das Wesen der Wildpflanzen ist durch ihre Selbstbestimmtheit und durch ihre Abschottung vor der Einflussnahme durch den Menschen begründet. Jeder wie auch immer geartete Eingriff in diese Ordnung macht die Wildpflanzen automatisch zu Kulturpflanzen und vernichtet damit schützenswerte unberührte Natur.
  • Der Markt für Wildsaatgut ist inzwischen unübersichtlich stark angewachsen. Wie soll man da noch sicher sein können, dass das erworbene Saatgut auch wirklich und wahrhaftig genetisch unverändert ist und tatsächlich aus der Region stammt? Mit dem Ausbringen vermeintlich unverfälschten Saatgutes kann eine Menge Unheil angerichtet werden. Also lieber Finger weg!
  • Wozu überhaupt künstlich in den Lauf der Dinge eingreifen? Wenn Wildpflanzenarten hierzulande aussterben, dann ist das eben so. Auch das Verschwinden von Wildpflanzen muss als natürliche Veränderung der heimischen Flora begriffen und akzeptiert werden.

Wie ist Ihre Meinung?

Wie Sie gesehen und gelesen haben, kann das Für und Wider des gezielten Wildpflanzen-Anbaus äußerst kontrovers diskutiert werden. Dieser Blogbeitrag hier kann da selbstverständlich nur die Spitze des argumentativen Eisbergs ankratzen. Umso wichtiger ist es darum, dass Sie sich selbst Ihr eigenes qualifiziertes Urteil in der Sache bilden. Falls Sie sich gleich weitergehend mit der Wildpflanzen-Gretchenfrage befassen mögen, können Ihnen die nachfolgend genannten weiterführenden Links zusätzliche Informationen bieten:

Und falls Sie gleich hier an Ort und Stelle losdiskutieren möchten – die Kommentarfunktion steht zu Ihrer vollen Verfügung.

– Carina Collany –

Verheißungsvolle Frühjahrsboten: Mandelblüten

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Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich freue mich immer sehr darauf, dass der erwachende Frühling den müden Winter durch die Drehtür der Jahreszeiten hinauskomplimentiert. Darum sehne ich auch jedes Jahr die wunderbare Zeit der Mandelblüte herbei. Zwar ist der Mandelbaum ursprünglich ein Gewächs des Mittelmeerraumes, doch inzwischen ist „Prunus dulcis“ ja auch in Rheinhessen und in der Pfalz zu Hause. Und dort kann Anfang März mit roséfarbener Regelmäßigkeit das Wunder der Mandelblüte bestaunt werden. So ist zum Beispiel das Gimmeldinger Mandelblütenfest (Pfalz) mit gutem Grund das erste regionale Weinfest in jedem Jahr. Sowohl für die Freunde edler Tropfen als auch für die Liebhaber traumhaft schöner saisonaler Landschaftsimpressionen ein toller Tipp! Wer in der sonnigen Gegenwart dieses überwältigenden phantastischen Blütenparadieses nicht zur Kamera greift, wird das später im Jahr bestimmt bereuen.

Verheißungsvolle Frühjahrsboten: Mandelblüten

Was von der Mandelblüte übrig bleibt

Hat sich das höchst erfreute Auge an der Mandelblütenpracht satt gesehen, beginnt der Mandelbaum, seines Zeichens ein Rosengewächs, mit der faszinierenden Metamorphose von Blüte zu Steinfrucht. Dabei entsteht unter der buchstäblich steinharten Schale ein weicher und wohlduftender Kern, der es in vielfacher Hinsicht in sich hat. Sowohl als vollwertiges Nahrungsmittel wie auch als wertvolle Grundzutat wohltuender Naturkosmetik. Und sogar in der Medizin vermag der Mandelkern viel Gutes zu tun. Immerhin sagt man Süßmandeln nach, dass ein verantwortungsvoller und kontrollierter Verzehr bei älteren Menschen ein Stück weit zur Vorbeugung vor Herz- und Gefäßleiden beitragen kann. Sogar ein erhöhter Cholesterinspiegel kann mit ein wenig Glück durch ein paar täglich genüsslich geknabberte Süßmandeln in den grünen Bereich gesenkt werden. Bittermandeln haben zwar auch ihre geschmacklichen Reize, sollten aber wegen der in ihnen enthaltenen giftigen Blausäure nur gelegentlich und nur in geringsten Mengen gegessen werden.

Mandelzauber Marzipan

Haben Sie schon einmal in der heimischen Backstube selbst Marzipan hergestellt? Ich kann Ihnen versprechen, dass Sie das billige „Marzipan“ aus dem Discounter nicht mehr angucken werden, wenn Sie erst einmal Ihre eigene hochwertige Produktion gekostet haben. Zur lukullischen Überwältigung Ihres verwöhnten Gaumens brauchen Sie als Basiszutaten fein geriebene Süßmandeln, etwas (Puder)Zucker und echtes Rosenwasser. Aus der dadurch zu knetenden festen Marzipan-Rohmasse können dann solche himmlischen Geschmacks-Geschenke wie Frankfurter Bethmännchen, Marzipan-Brownies oder auch Marzipanlikör entstehen. Sie werden staunen, wie viele raffinierte Rezepte mit Marzipan darauf warten, von Ihnen entdeckt zu werden.

Mandelkleie und Mandelöl

sind wahre Wundermittel, wenn es um die sanfte Reinigung und um die reichhaltige Pflege sensibler Haut geht. Die Mandelkleie ist nichts anderes als die braune Schale, die dem Mandelkern anhaftet, und den die Hausfrau durch das Überbrühen der Mandeln mit heißem Wasser leicht entfernen kann. Wenn Sie sich ein günstiges und gesundes Peeling einmal selbst herstellen möchten, dann werfen Sie diese abgelöste Mandelkleie nicht weg, sondern trocknen sie. Ist die Mandelkleie richtig durchgetrocknet, lässt sie sich ganz einfach zu Pulver zermörsern. Und dieses Pulver passt perfekt in jede selbst gemachte Peeling-Seife sowie in die berühmte Seesand-Mandelkleie-Zubereitung, die gerade bei fettiger und unreiner Haut prima wirkt.

Hat Ihre anspruchsvolle Haut nach einem entspannenden Bad Appetit auf ein samtweiches Dessert? Dann verwöhnen Sie sich doch mal mit naturreinem kaltgepressten Süßmandelöl ohne weitere Zusätze (Apotheke). Das extrem ergiebige Süßmandelöl wird sanft mit den Händen in die noch feuchte Haut einmassiert, wodurch der pflegebedürftigen Körperhülle sowohl Feuchtigkeit als auch nährende und hautstabilisierende Fettsäuren angeboten werden. Sie werden von der unmittelbar spürbaren Wirkung dieser ebenso schlichten wie raffinierten Kosmetik begeistert sein. Davon abgesehen können Sie jede Menge Geld sparen, wenn Sie reines unverfälschtes Süßmandelöl einem teuren kosmetischen Mischprodukt vorziehen.

Das alles und noch viel mehr verheißen uns die prachtvollen Mandelblüten. Es lohnt sich wirklich, hier zum einen das atemberaubend üppige Blütenmeer als rosig leuchtenden Frühlingsboten zu genießen, und zum anderen eine gesunde Vorfreude auf all die vielen Wohltaten der leckeren und gesunden Süßmandelkerne aufkommen zu lassen.

– Carina Collany –

Wildpflanzen als natürliche Nährstofflieferanten

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In der sehr interessanten „Lebensmitteltabelle für die Praxis“, welche von der „Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie“ herausgegeben wird, ist den Wildpflanzen eine eigene Ergänzungstabelle gewidmet. Von B wie Barbarakraut bis W wie Wiesenknöterich sind hier 18 Wildpflanzen aufgelistet, die sowohl bei Tisch als auch in der individuellen Nährstoffbilanz eine gute Figur machen. Dieser Beitrag will kurz anreißen, welche Wildpflanzen sich für welche Zubereitung eignen, und wie viel Gesundheit zusammen mit den grünen Geschenken der Natur auf der Gabel landet.

Zubereitung als Salat

In der Salatschüssel geben die folgenden knackig frischen Wildkräuter einer vollwertigen Mahlzeit die extra Portion an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen:

  • Barbarakraut
  • Bärlauch
  • Breitwegerich
  • Gundermann
  • Wilde Malve
  • Rucola
  • Sauerampfer
  • Scharbockskraut
  • Spitzwegerich
  • Weiße Taubnessel
  • Wiesenbocksbart

All diese Leckereien können einen beachtlichen Anteil an Eisen vorweisen, wobei der Breitwegerich hier am höchsten punktet. In Sachen Kaliumgehalt sowie Mineralstoffgehalt allgemein hat die wilde Malve die Nase vorn. Und der Wiesenbocksbart kann noch mit einer spannenden Spezialität aufwarten: Seine Wurzeln schmecken nämlich angenehm süßlich, was diesem Pflanzenteil auch die Bezeichnung „Falsche Schwarzwurzel“ eingebracht hat.

Wildpflanzen als natürliche Nährstofflieferanten
Scharbockskraut

Zubereitung nach Art von Blattspinat

Dünstet und dämpft man frische Spinatblätter, so erhält man eine ebenso delikate wie ernährungsbewusste Beilage, die sowohl an einem Rumpsteak wie auch an lecker besoßten Folienkartoffeln Auge und Gaumen gleichermaßen begeistert. Und was mit Spinat so schmackhaft funktioniert, lässt sich auch bestens mit den folgend genannten Wildpflanzen nachkochen:

  • Brennnessel
  • Gartenmelde
  • Giersch (Geißfuß)
  • Wiesenknöterich

Junge Brennnesselblätter sind echte Vitamin-C-Bomben und bringen außerdem noch reichlich Kalium und Calcium auf den Speiseplan. Und die Gartenmelde liefert sogar noch mehr Eisen als der Breitwegerich.

Zubereitung als Gemüse

Fast alle salatgeeigneten Wildpflanzen lassen sich auch als Gemüse servieren. Darum finden sich in der folgenden Liste bis auf zwei Ausnahmen nur leckere alte Bekannte:

  • Gundermann
  • Guter Heinrich
  • Wilde Malve
  • Sauerampfer
  • Scharbockskraut
  • Spitzwegerich
  • Weiße Taubnessel
  • Vogelmiere
  • Bärlauch

Zum Sauerampfer sei noch angemerkt, dass er sowohl im rohköstlichen Salatschälchen als auch auf der duftend dampfenden Gemüseplatte mit einem relativ hohen Oxalsäuregehalt daherkommt. Da Oxalsäure, sofern im Übermaß zugeführt, gesundheitsschädigend wirken kann, sollte Sauerampfer trotz seines frisch zitronigen Geschmacks nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Menschen, die jemals Nierensteine hatten oder noch haben, sollten ohnehin generell auf oxlasäurehaltige Lebensmittel verzichten.

Weitere und ausführlichere Informationen zu den einzelnen Energiegehalten, Hauptbestandteilen und wichtigen Inhaltsstoffen schmackhafter Wildpflanzen können in dem Buch „Der kleine Souci-Fachmann-Kraut“ (ISBN 3-8047-2037-4) nachgelesen werden. Diese Lektüre kann übrigens auch die eine oder andere kreative Idee für grüne Smoothies liefern.

– Carina Collany –